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Hollmann auf den Spuren von Top-Star Sagan

Immer vorneweg: Mit dem Erfolg bei der Vier-Etappenfahrt "Regionem Orlicka" ist der talentierte Cottbuser Zeitfahrer Juri Hollmann (17) auf dem Weg zu einer großen Karriere in bester Gesellschaft.
Immer vorneweg: Mit dem Erfolg bei der Vier-Etappenfahrt "Regionem Orlicka" ist der talentierte Cottbuser Zeitfahrer Juri Hollmann (17) auf dem Weg zu einer großen Karriere in bester Gesellschaft. FOTO: FLIP SVESTKA
Cottbus. Der Radsportler vom RSC Cottbus fährt bei der "Regionem Orlicka" zum Gesamtsieg – wie einst der slowakische Supersprinter. red/jam

Toller Erfolg für Radsport-Talent Juri Hollmann: Der 17-Jährige vom RSC Cottbus gewann am vergangenen Wochenende die internationale Etappenfahrt "Regionem Orlicka" im tschechischen Lanskroun. Damit ist Hollmann in bester Gesellschaft. So entschied im Jahr 2014 beispielsweise Lennard Kämna die Rundfahrt für sich. Das einstige Cottbuser Supertalent ist mittlerweile in die 1. Radsport-Liga aufgestiegen, er fährt als erst 20-Jähriger für das WorldTour-Team Sunweb.

Und auch ein gewisser Peter Sagan trug sich einst in die Siegerliste der tschechischen Rundfahrt ein. Elf Jahre ist das her. Mittlerweile ist der Slowake ein Superstar, auch wenn die diesjährige Tour de France für den Top-Sprinter früh beendet war. Nach einem Ellbogenschlag gegen Konkurrent Mark Cavendish wurde Sagan von der Tour ausgeschlossen. Dieser Makel dürfte indes nichts am Sieger-Gen des Radsport-Weltmeisters ändern.

Auch Juri Hollmann dürfte gute Chancen haben, auf der Karriereleiter noch höher zu klettern - das hat er aber nicht erst mit seinem jüngsten Gesamtsieg bei der "Regionem Orlicka" bewiesen. Bereits vor zwei Wochen lieferte der Cottbuser eine ganz starke Vorstellung beim Einzelzeitfahren der Internationalen Niedersachsen-Rundfahrt ab und wurde dort Zweiter hinter dem späteren Europameister An dreas Leknessund aus Norwegen.

Auch bei der Rundfahrt in Tschechien überzeugte Hollmann beim Einzelzeitfahren. Dieses gewann er mit 30 Sekunden Vorsprung vor Leon Heinschke (FRC Frankfurt/Oder), seinem Teamkollegen von der Landesauswahl LV Brandenburg. Dabei sind Hollmanns Top-Leistungen im Zeitfahren keine Selbstverständlichkeit, denn nach einem schweren Trainingssturz im Mai war der Cottbuser, der Ende August seinen 18. Geburtstag feiert, wegen eines Schlüsselbeinbruchs lange Zeit außer Gefecht. Umso bemerkenswerter ist es, dass er nun die Straßen-WM im September in Norwegen fest im Visier hat.

Bei der Rundfahrt in Tschechien holte Juri Hollmann am Ende nicht nur den Gesamtsieg, sondern gewann auch das Sprinttrikot, da er neben dem Zeitfahren auch die Abschlussetappe mit Ziel auf dem Marktplatz in Lanskroun für sich entscheiden konnte.

Das erfolgreiche Wochenende für den RSC Cottbus machte der junge Erik Vater perfekt, der sich am Ende als bester Nachwuchsfahrer auszeichnen lassen durfte. Nach insgesamt vier Etappen und knapp 300 Kilometern lag Vater 2:26 Minuten hinter Hollmann und war damit der Beste des Jahrgangs 2000.

Hollmanns brandenburgischer Teamkollege Leon Heinschke sicherte sich am Ende das Führungstrikot des besten Bergfahrers.