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Leichtathletik
Hochsprung-Olympiasiegerin Beitia beendet Karriere

Madrid. Die mehrfache Cottbus-Starterin war zuletzt oft verletzt. dpa

Die spanische Hochsprung-Olympiasiegerin Ruth Beitia hat mit 38 Jahren ihren Rücktritt vom Spitzensport erklärt. „In meiner langen Karriere habe ich meinen Körper zu 100 Prozent eingesetzt, sehr oft bin ich ans Limit gegangen“, sagte die Leichtathletin aus dem nordspanischen Santander am Mittwoch vor Journalisten in ihrer Heimatstadt. Beitia war in den vergangenen Monaten von vielen Verletzungen geplagt worden.

Bevor sie 2016 in Rio de Janeiro als erste spanische Leichtathletin überhaupt Olympia-Gold errang, hatte Beitia dreimal den EM-Titel gewonnen (2012, 2014, 2016). Eigentlich wollte die Frau, die für die konservative Volkspartei (PP) des spanischen Ministerpräsidenten Mariano Rajoy im Regionalparlament von Kantabrien sitzt, schon 2012 zurücktreten. Wenige Wochen nach ihrer Ankündigung machte sie damals aber einen Rückzieher.

Siebenmal war die Spanierin beim Internationalen Springer-Meeting in Cottbus zu Gast, zuletzt Anfang dieses Jahres. „Cottbus war für sie immer ein Pflichttermin“, sagte Meeting-Direktor Ulrich Hobeck am Donnerstag. „Wir hätten sie gern auch bei unserem nächsten Meeting noch einmal am Start gesehen und bedauern deshalb ihren Rücktritt“, ergänzte er.

Die familiäre Atmosphäre in der Lausitz-Arena hat der Publikumsliebling immer sehr gemocht. 2007 und 2014 gewann Beitia das Cottbuser Meeting mit übersprungenen 1,96 beziehungsweise 1,98 Metern, auch bei den übrigen Veranstaltungen war sie stets auf den vorderen Plätzen zu finden.