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Bahnradsport
Historisches Gold für Cottbuser Bahnsprinter Levy

Maximilian Levy hat zwölf Jahre nach seinem ersten Weltcup-Triumph wieder in Manchester gewonnen.
Maximilian Levy hat zwölf Jahre nach seinem ersten Weltcup-Triumph wieder in Manchester gewonnen. FOTO: Frank Hammerschmidt / Hammerschmidt Frank
Manchester. Der Cottbuser Bahnradsprinter Maximilian Levy erlebt einen goldenen Herbst. Der Keirin-Europameister stand beim Weltcup in Manchester schon wieder ganz oben auf dem Treppchen. Für den Routinier war das ein ganz besonderer Erfolg. Von Jan Lehmann (mit dpa)

Die deutsche Bahnradparty geht beim Weltcup in Manchester weiter. Nach der erfolgreichen Heim-EM in Berlin räumen die schwarz-rot-goldenen Fahrer auch beim Weltcup ab. In der Freitagnacht gewannen beide Teamsprint-Formationen Gold. Olympiasiegerin Kristina Vogel (Erfurt) gewann mit Partnerin Miriam Welte (Kaiserslautern) das Finale bei den Frauen in 32,382 Sekunden gegen das russische Duo Anastasija Woinowa und Daria Schmelewa (33,151). Damit revanchierten sich die London-Olympiasiegerinnen zugleich für die Final-Niederlage bei der EM in Berlin vor drei Wochen. Für Vogel war es der 23. Weltcup-Sieg ihrer Karriere.

Auch bei den Männern triumphierten die deutschen Teamsprinter. Maximilian Levy setzte sich gemeinsam mit dem Berliner Robert Förstemann, der für den RSC Cottbus startet und Joachim Eilers (Chemnitz) in 43,095 Sekunden im Finale gegen das niederländische Trio Theo Bos, Roy van den Berg und Matthijs Büchli (43,542) durch. Für Levy war das ein ganz besonderer Erfolg. Er schreibt bei „Facebook“: „In diesem Jahr ist bei mir offensichtlich die ganze Zeit Frühling.Zwölf Jahre nachdem ich hier in Manchester meinen ersten Weltcupsieg feiern konnte - muss man sich mal überlegen, da gabs noch kein Iphone und kein Facebook, nur StudiVZ - durfte ich heut mit diesen Gentlemen nochmal aufs oberste Treppchen klettern.“ Sein Fazit: „Wir haben uns von Lauf zu Lauf gesteigert und in beachtlichen 43,09 gewonnen. Abgerundet wurde die Party mit unseren Sieger-Mädels.“

Für den deutschen Bahn-Vierer reichte es dagegen nicht zu einer Podestplatzierung. Domenic Weinstein (Villingen), Nils Schomber (Grevenbroich), Felix Groß (Venusberg) und Maximilian Beyer (Irschenberg) fuhren über die 4000-Meter-Distanz in 3:59,926 Minuten auf den sechsten Platz und verpassten damit die Medaillenläufe.