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Heynckes soll Bayern wieder retten

Jupp Heynckes befindet sich seit 2013 im Trainer-Ruhestand.
Jupp Heynckes befindet sich seit 2013 im Trainer-Ruhestand. FOTO: dpa
München. Jupp Heynckes will es noch einmal wagen! Mit einem kühnen Comeback-Plan um den gefeierten Triple-Trainer hofft der FC Bayern, sein schwächelndes Star-Ensemble wieder titelfähig zu kriegen. Die kurz vor dem Abschluss stehende und wohl befristete Rückholaktion des 72 Jahre alten Fußball-Rentners soll den Bossen Uli Hoeneß und Karl-Heinz Rummenigge zudem die nötige Zeit verschaffen, die Nachfolge des kürzlich gefeuerten Carlo Ancelotti zu regeln. dpa/noc

Nur noch Detailfragen sind zu klären, erfuhr die Deutsche Presse-Agentur aus verlässlicher Quelle. Noch vor dem Wochenende könnte der Deal, über den "Bild" am Mittwochabend als erstes konkret berichtet hatte und den auch das Fachmagazin "Kicker" bereits angedeutet hatte, fix gemacht werden.

Der für die Trendwende Auserkorene gab sich noch zurückhaltend. "Es ist noch nichts klar oder in trockenen Tüchern", sagte Heynckes der "Rheinischen Post". Dabei bestätigte er aber, dass die Vereinsführung ihm einen Vertrag bis Sommer 2018 angeboten habe.

Seit seinem Weggang 2013 als gefeierter Triple-Macher in Bundes liga, DFB-Pokal und Champions League seien schließlich viereinhalb Jahre vergangen, "und der Fußball hat sich weiter verändert".

Eine Reaktivierung des Routiniers vom Niederrhein soll für die Bayern um Heynckes-Freund Hoeneß, der als Präsident und Aufsichtsratschef wieder intensiv in das Tagesgeschäft eingreift, viele Vorteile haben: Vor allem könnten die Bosse ohne Zeitdruck bis zur nächsten Saison einen Chefcoach für die Zukunft suchen. In den kommenden Monaten könnten im schnelllebigen Fußballgeschäft auch wieder einige namhafte Trainer auf den Markt kommen. Der heiß gehandelte Hoffenheimer Julian Nagelsmann muss keineswegs 2018 automatisch in München landen. Wie vom FC Bayern zu hören war, ist der Heynckes-Deal keine vorbereitende Maßnahme, die automatisch zu einer Verpflichtung des Trainer talents führt. Spekulationen, Heynckes sei nur Platzhalter für den mehr als 40 Jahre jüngeren Coach, entbehrten jeglicher Grundlage, hieß es. Auch soll es keine Absprachen zwischen Bayern-Präsident Hoeneß und Hoffenheim-Mäzen Dietmar Hopp geben.