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| 01:04 Uhr

Hertha drehte diesmal den Spieß um

Riesa.. Das vierte und letzte Hallenturnier des FC Energie Cottbus in der Winterpause endete am Samstag beim Hasse röder Hallenmasters im sächsischen Riesa mit einem vierten Rang für die Cottbuser. Wolfgang von der Burg


Dass es für den FCE nicht aufs Treppchen und damit auch in die Preisgeldränge reichte, lag an Hertha BSC, die tags zuvor auf dem Rasen in Cottbus noch gegen die Lausitzer Profis 1:3 unterlagen. Diesmal drehten die Berliner den Spieß um und gewannen das „kleine Finale“ um Platz drei mit 5:3, was vor allem ihrer „brasilianischen Fraktion“ Marcelinho und Gilberto zu danken war, die allein drei Treffer in dieser Partie erzielten. Gilberto wurde schließlich auch als bester Spieler des Turniers geehrt.

Ehrung für zwei Cottbuser
Allerdings durften sich am Ende auch zwei Cottbuser über Ehrungen freuen. André Thoms wurde als bester Torwart ausgezeichnet und niemand schoss mehr Tore als Torsten Mattuschka, der es auf fünf Treffer brachte und dafür auch einen Pokal in Empfang nehmen konnte.
In der Vorrunde hatte sich der FCE ungeschlagen gegen Arminia Bielefeld (3:2) und den Chemnitzer FC (2:1) durchgesetzt, ehe im Halbfinale gegen die Amateure von Hansa Rostock mit 1:2 das Stoppzeichen kam.
Im Endspiel setzte sich dann Bundesligist Arminia Bielefeld gegen Rostocks-Amateure mit 3:1 durch und kassierte die Siegesprämie von 5000 Euro.
Der Cottbuser Trainer Petrik Sander, der eigentlich sämtliche Ergebnisse in der Vorbereitung nicht überbewerten wollte, ärgerte sich am Schluss des Turniers doch noch ein wenig: „Das Halbfinale gegen Rostock hat mich schon enttäuscht. Hier haben wir das Finale weggeschenkt, weil wir einfach zu lax mit unseren Chancen umgegangen sind, weil wir zwanzig Minuten lang fast nur auf ein Tor gespielt haben. Aber auch das ist ein Lernprozess für die Mannschaft und einige Spieler, die vielleicht gedacht haben, gegen die Amateure geht es so ein wenig mit Hacke, Spitze, eins, zwei, drei, haben gemerkt, dass immer konzentriert zu Werke gegangen werden muss.“ Das Halbfinale gegen die Berliner hatte ihn dann aber wieder ein wenig versöhnt: „Wir haben gegen Hertha ein richtig gutes Hallenspiel abgeliefert. Und hatten mit dem Pfostenschuss kurz vor Schluss noch Pech, sonst hätten wir uns noch ins Neun-Meter-Schießen retten können und da wäre das Endspiel vielleicht noch drin gewesen“ , lautete das Fazit des FCE-Trainers.
Ein Wort noch zu den stimmgewaltigen Fans des FC Dynamo Dresden, die zwei Drittel der mit 7500 Zuschauern ausverkauften Halle besetzten. Nachdem Dynamo Dresden, ebenso wie der Chemnitzer FC schon nach der Vorrunde die Segel streichen musste, ließ die Lautstärke und Intensität der Dynamo-Fans nicht nach.

Mehr Respekt vor dem Gegner
Allerdings ging es jetzt nicht mehr um das Geschehen auf dem Spielfeld sondern um die eigene Choreographie und Schmähgesänge gegen die sportliche Konkurrenz, speziell den FC Energie. Klopapierrollen und Papierknäuel wurden ständig auf den Platz geworfen, Bälle, die ins Publikum flogen, nicht zurückgegeben. Auch Hertha-Trainer Falko Götz wurde angepöbelt. Bei aller Begeisterung für die eigene Mannschaft, ein wenig mehr Respekt vor dem sportlichen Gegner wäre doch wohl angebracht gewesen.