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Hertha BSC steht vor dem Klassenerhalt – Dardai vor Beförderung

Starke Bilanz: Unter Pal Dardai ist Hertha fünf Spiele nacheinander ohne Niederlage.
Starke Bilanz: Unter Pal Dardai ist Hertha fünf Spiele nacheinander ohne Niederlage. FOTO: dpa
Berlin. Die eigene Not wird immer größer. Aber der faire Sportsmann André Breitenreiter zögerte nach der erneuten Pleite seines SC Paderborn keine Sekunde, seinem Berliner Kollegen Pal Dardai schon zu dessen geglückter Rettungsmission zu gratulieren. dpa/noc

"Glückwunsch auch dazu, dass ihr mit diesem Sieg mit Sicherheit die Klasse gehalten habt", sagte der Paderborner Chefcoach zu Dardai. Der Ungar in Diensten von Hertha BSC wollte nach dem 2:0-Sieg seines Teams über schwache und wieder torlose Ostwestfalen zwar noch nichts davon wissen, dass der Klassenerhalt nach der 27. Runde in Bundesliga bereits besiegelt sei: "Dieser Meinung bin ich nicht." Doch mit 32 Punkten ist Hertha als Tabellen-Elfter ganz nah dran an einem Happy End in einer äußerst schwierigen Saison.

"Es ist das erste Mal, dass das Polster beruhigend wirkt. Aber wir dürfen uns nicht zurücklehnen", erklärte Torschütze Valentin Stocker. Mit seinem ersten Bundesliga-Treffer überhaupt hatte der Schweizer ein zähes Spiel in die von Hertha gewünschte Richtung gebracht. "Es war ein Befreiungsschlag für ihn", sagte Hertha-Manager Preetz zum WM-Spieler Stocker, der im vergangenen Sommer für 3,5 Millionen Euro aus Basel gekommen war.

U21-Nationalspieler Nico Schulz besiegelte vor 44 031 Fans im Olympiastadion mit seinem Tor den sechsten Heimerfolg der Berliner. Fünf Spiele nacheinander ohne Niederlage unter Jos-Luhukay-Nachfolger Dardai, sieben Punkte Vorsprung auf Abstiegs-Relegationsrang 16 und eine "zurückgewonnene defensive Stabilität" (Preetz) sorgen dafür, dass Hertha nun nicht mehr zu den heißen Abstiegskandidaten gehört.