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Hertha blamiert sich in Östersund

Wirkungslos: Die Hertha mit Vedad Ibisevic blieb ohne Tor.
Wirkungslos: Die Hertha mit Vedad Ibisevic blieb ohne Tor. FOTO: dpa
Östersund. Hertha BSC hat sich in der Europa League beim schwedischen Underdog Östersunds FK kräftig blamiert. Die Berliner verloren am Donnerstagabend auf ungewohntem Kunstrasen in der Provinz Jämtland ohne zahlreiche Stammkräfte mit 0:1 (0:1). Florian Lütticke

Damit muss das Team von Trainer Pal Dardai früh ums Weiterkommen zittern. Vor 8900 Zuschauern in der Jämtkraft Arena erzielte ÖFK-Kapitän Brwa Nouri in der 22. Minute per Handelfmeter den umjubelten Siegtreffer für das Heimteam. Mit zwei Siegen führt Östersund die Gruppe J sensationell an.

Im ersten regulären Europapokal-Auswärtsspiel der Berliner seit 2774 Tagen schonte Coach Dardai einige Stammkräfte. Neben Schlussmann Rune Jarstein blieben auch Karim Rekik, Marvin Plattenhardt und Mathew Leckie daheim, Vladimir Darida und Salomon Kalou saßen zunächst nur auf der Bank. Dafür gab in der stark verjüngten Startelf Neuzugang Valentino Lazaro sein Debüt bei der Hertha, die trotz der Umstellungen die ersten guten Chancen hatte. Zunächst vergab Alexander Esswein freistehend (7.). Dann scheiterte Lazaro aus kurzer Distanz an Östersund-Keeper Aly Keita, im Nachschuss kam der formschwache Vedad Ibisevic nicht an Ronald Mukiibi vorbei (13.).

Wenig später wackelte dann die Holztribüne in der skurrilen Arena. Der zuweilen überfordert wirkende Jordan Torunarigha bekam den Ball im eigenen Strafraum aus kurzer Distanz an die Hand, der italienische Schiedsrichter Luca Banti entschied auf Elfmeter. Östersunds Kapitän Nouri ließ Hertha-Ersatzkeeper Thomas Kraft keine Chance.

Die Gäste wirkten nun angeschlagen. Östersund brachte die Berliner immer wieder in Verlegenheit. Auch abseits des Platzes gaben die Berliner kein gutes Bild ab. Im Gäste-Fanblock brannten nach der Pause Bengalos, wegen der Rauchschwaden war die Partie kurz unterbrochen. Die Hertha mühte sich danach vergeblich um den Ausgleich. Ibisevic (55.) und Valentin Stocker (89.) vergaben aber für die Hertha. Auf der Gegenseite hatte Saman Ghoddos (61./70./87.) die Vorentscheidung auf dem Fuß. So blieb es bis zum Ende eng, ehe die peinliche Niederlage der Hertha besiegelt war.

Außerdem spielten:

1. FC Köln - Roter Stern Belgrad 0:1

Lud. Rasgrad - TSG Hoffenheim 2:1