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Hambüchen zieht positive Bilanz: "Gigantisches" Fest

Omnipräsent:Fabian Hambüchen
Omnipräsent:Fabian Hambüchen FOTO: dpa
Berlin. Es war schon sein fünftes, aber solch ein Turnfest wie in Berlin hat Fabian Hambüchen noch nie erlebt. "Einfach gigantisch, zwischen den vielen fröhlichen Menschen auf der Messe hindurch zu schlendern. dpa/noc

Und es ist ja auch schön, wenn man überall erkannt wird und ins Gespräch kommt", plauderte der deutsche Turnstar ganz relaxed nach den stressigen Tagen in der Hauptstadt. "Für mich war das alles neu, denn bei meinen bisherigen vier Turnfesten seit 2002 haben ich mich immer voll auf die Wettkämpfe konzentrieren müssen", schilderte der Turnfest-Botschafter. Unterbeschäftigt war er aber keineswegs, Hambüchen blieb omnipräsent: Bei jeder Show war er anwesend, erhielt vom Deutschen Turner-Bund die Flatow-Medaille, agierte als Co-Kommentator für das Fernsehen. Am Schlusstag der Turn-Meisterschaften kam er sogar zu seinem ersten kleinen Erfolg als Trainer. Mit seinem Basecap sah er auf dem Podium zwar nicht wie ein Coach, sondern eher wie ein Popstar aus, doch der von ihm betreute Jakob Paulicks turnte sich zu Überraschungssilber am Reck.

"Ein wunderbar friedliches Fest", sagte Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller bei der Übergabe des Staffelstabes an Leipzig. "Unser Turnfest wird nicht so groß sein wie das in Berlin, aber genauso begeisternd", versprach Heiko Rosenthal, der Leipziger Sport-Bürgermeister mit Blick auf 2021.

Berlin kann den Sachsen in jeder Hinsicht als Vorbild dienen: 80 000 Teilnehmer, über 20 000 Tagesbesucher, 160 000 verkaufte Tickets, ausverkaufte Meisterschaften und volle Hallen bei den Shows zeugten davon, dass das Turnfest trotz seiner mehr als 150 Jahre langen Tradition keine angestaubte Veranstaltung ist. "Es war fantastisch, wie der Sport die Menschen mitreißen kann", sagte Berlins Sport-Senator Andreas Geisel.