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| 18:11 Uhr

Radsport
Haarige Herausforderung im Vierer

Erst Ausdauer, dann Sprint: Maximilian Levy aus Cottbus probiert sich in Dudenhofen in verschiedenen Disziplinen.
Erst Ausdauer, dann Sprint: Maximilian Levy aus Cottbus probiert sich in Dudenhofen in verschiedenen Disziplinen. FOTO: Frank Hammerschmidt
Cottbus. Bei der Deutschen Bahnradmeisterschaft erlebt das Brandenburg-Quartett mit Sprinter Maximilian Levy seine Bewährungsprobe. Ausgelobt ist auch ein ganz besonderer Preis für den Titel. Von Frank Noack

Das könnte eine haarige Angelegenheit werden! Manager Steffen Blochwitz vom LKT-Team Brandenburg hat vor den Deutschen Bahnrad-Meisterschaften in Dudenhofen einen ungewöhnlichen Preis ausgelobt: Sollte einer der beiden Brandenburg-Vierer am Donnerstag den Titel in der Mannschaftsverfolgung über 4000 Meter holen, dann dürfen die Fahrer den Rasierer rausholen und die Haare von Blochwitz auf eine Länge von maximal drei Millimeter kürzen. „Ich wünsche mir natürlich trotzdem, dass wir die große Überraschung schaffen, auch wenn Gold ein sehr ambitioniertes Ziel ist“, schmunzelt der LKT-Manager.

In jedem Fall wird es ein spannendes Experiment bei den Titelkämpfen von Mittwoch bis Sonntag im pfälzischen Dudenhofen. Denn unter Federführung von Trainer Heiko Salzwedel schickt das LKT-Team gleich zwei Brandenburg-Vierer an den Start. Intern firmieren sie unter den Bezeichnungen großer und kleiner Vierer. Das sogenannte große Quartett bilden mit den Routiniers Roger Kluge, Henning Bommel (beide Endspurt Cottbus) und Sprinter Maximilian Levy (RSC Cottbus) drei erfahrene Athleten. Dazu kommt Youngster Richard Banusch (LKT), der für den erkrankten Stefan Schäfer (Endspurt Cottbus) ins Rennen geht. Den kleinen Brandenburg-Vierer bilden die LKT-Fahrer Leo ­Appelt, Jonas Bokeloh, Christian Koch und Moritz Malcharek.

Das erklärte Ziel: Ein Quartett soll ins große Finale vorstoßen, das andere Quartett mindestens das kleine Finale erreichen. „Wir sind selbst gespannt, welcher Vierer am Ende besser ist. In jedem Fall ist es ein cooles Projekt, weil die jungen Fahrer viel von den Routiniers lernen können“, erklärt Blochwitz. „Allerdings befinden wir uns noch in der Kennenlernphase, auch wenn alle gut trainiert haben. Weil uns die Vergleichszeiten fehlen, ist es schwer, Prognosen abzugeben.“

Zusätzlichen Reiz erfährt das Brandenburger Vierer-Projekt durch die Tatsache, dass mit dem vierfachen Weltmeister Maximilian Levy ein Sprinter im Ausdauerbereich an den Start geht. Er soll das Quartett als Anfahrer auf Touren bringen. Levy hat in seiner Karriere zwar schon einiges erlebt – ein solcher Wechsel innerhalb von nur 24 Stunden ist aber auch für ihn neu. Am Donnerstag startet Levy in der Mannschaftsverfolgung und am Freitag dann im Teamsprint. „Dieser Wechsel ist eine echte Herausforderung. Ich bin selbst gespannt, wie es funktioniert. Mein Fokus liegt bei diesen Meisterschaften aber ganz klar auf dem Vierer“, erklärt der Cottbuser. Ob er auch noch am Samstag im Sprint und am Sonntag im Keirin fährt, will Levy von seiner körperlichen Verfassung nach seiner Meisterschafts-Premiere im Vierer entscheiden.

Emma Hinze vom RSC Cottbus möchte nach dem 2. Platz beim Großen Preis von Deutschland auch diesmal wieder aufs Podium fahren.

LKT-Manager Steffen Blochwitz hat einen ungewöhnlichen Preis ausgelobt.
LKT-Manager Steffen Blochwitz hat einen ungewöhnlichen Preis ausgelobt. FOTO: Mario Stiehl
Die beiden Brandenburg-Vierer beim Training mit den Fahrern (v.l.): Roger Kluge, Jonas Bokeloh, Leo Appelt, Richard Banusch, Maximilian Levy, Moritz Malcharek, Philipp Weber, Christian Koch und Henning Bommel. In der Mitte Trainer Heiko Salzwedel.
Die beiden Brandenburg-Vierer beim Training mit den Fahrern (v.l.): Roger Kluge, Jonas Bokeloh, Leo Appelt, Richard Banusch, Maximilian Levy, Moritz Malcharek, Philipp Weber, Christian Koch und Henning Bommel. In der Mitte Trainer Heiko Salzwedel. FOTO: LKT Team Brandenburg