ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
| 17:08 Uhr

Fussball
Guben fiebert dem Ortsderby entgegen

Auswärtsspiel in der eigenen Stadt: Kapitän Florian Kunzke (l.) und der BSV Guben Nord treten am Samstag beim Stadtrivalen 1. FC Guben an.
Auswärtsspiel in der eigenen Stadt: Kapitän Florian Kunzke (l.) und der BSV Guben Nord treten am Samstag beim Stadtrivalen 1. FC Guben an. FOTO: Kenny Fuhrmann
Oberliga. In der Fußball-Landesliga duellieren sich am Samstag der 1. FC und der BSV Nord erstmals nach neun Jahren wieder. Von Roland Scheumeister

In der Oberliga wird das Fußballjahr mit dem Start in die Rückrunde beendet. Für die Krieschower ist das eine gute Gelegenheit, sich nach einer über den Erwartungen abgeschlossenen ersten Halbserie mit einer guten Leistung  bei seinem  Anhang zu bedanken. Mit dem FC Eilenburg kommt ein Spitzenteam in den Sportpark, das mit dem VfB die Rechnung für die Hinspielniederlage (0:1) begleichen und damit auch den Kontakt zur Tabellenspitze halten will. Das heimische Team um Trainer Toni Lempke geht die Partie gegen die nach wie vor favorisierten Sachsen entspannt, aber auch erfolgsorientiert  an. Ein Sieg wäre das I-Tüpfelchen zum Abschluss des bislang  erfolgreichsten Jahres der Vereinsgeschichte und die optimale Einstimmung auf das anschließende Weihnachtssingen mit den Fans.

Nach neunjähriger „Derby-Abstinenz“ stehen sich am Samstag um 13 Uhr im Sportzentrum an der Kaltenborner Straße erstmals wieder die beiden Gubener Lokalmatadoren 1. FC und BSV Nord gegenüber. Die beiden letzten Direktvergleiche der Stadtrivalen endeten beim 1. FC Guben 1:4, während das Rückspiel an der Baumschule 3:3 ausging. Damals machten die Breesener den Abstieg aus der Brandenburgliga mit einem souveränen Durchmarsch durch die Landesliga zum schnell vergessenen „Betriebsunfall“, und auch der FC landete mit satten 40 Punkten im einstelligen Tabellenbereich.

Momentan haben aber beide Teams Probleme, ihren Ansprüchen in der Landesliga gerecht zu werden. So geriet der FC schnell in den Abstiegsstrudel. Obwohl zumeist auf Augenhöhe mit der Gegnerschaft, wurde, individuellen Schwächen geschuldet, wenig ergebniswirksam gespielt. Immerhin hat die Truppe aus den letzten vier Partien sieben der bislang neun Zähler geholt. Ob dieser Formanstieg schon reicht, den favorisierten Gegner zu überraschen, bleibt abzuwarten.

Der Breesner SV ist zwar nur einen Punkt von der Spitzenposition entfernt, hat jedoch, der großen Fluktuation  im eigentlich aufstiegsfähigen Kader geschuldet, schon einige Male gepatzt. Der Präsident des 1. FC Guben, Ulli Berger, hofft auf schönes Wetter, um das Maximum an Zuschauern anzuziehen: „Wir haben uns auf diesen Höhepunkt des Gubener  Fußballs intensiv vorbereitet. Für widrige Wettereskapaden haben wir ein Zelt aufgestellt und auch die gastronomische Versorgung ist entsprechend abgesichert. Sportlich wollen wir dem klar favorisierten Nachbarn im Rahmen unserer Möglichkeiten Paroli bieten und hoffen vor allem auf ein faires Spiel.“

Auch sein Gegenüber beim BSV, Jens-Uwe Kellberg, setzt auf ein faires, von den Zuschauern akzeptiertes Match: „Beide wollen hier gewinnen. Nur wenn alle verfügbaren Spieler ihre Leistung abrufen, können wir unserer Favoritenstellung gerecht werden“ Beide Vereinschefs wissen: „Lokalderbys haben immer ihre eigenen Gesetze.“  

Weiter um Stabilität bemüht reist Wacker Ströbitz zum ambitionierten SV Germania Schöneiche. Die Randberliner sind als Tabellensiebter noch auf Schlagdistanz zu den Aufstiegsplätzen, während die Cottbuser um den Anschluss zum Mittelfeld ringen und hoffen, dass sich die zuletzt nochmals zugespitzte Personalsituation etwas entspannt.

Das Niederlausitzer Spitzenduell steigt auf dem Platz am Spremberger Hubertusweg, wo der SC, aktuell Vierter, den Tabellenführer Kolkwitzer SV empfängt. In den vergangenen vier Vergleichen hatten die Gäste durchweg die Nase vorn und reisen auch diesmal, neun Siege am Stück aufweisend, als Favorit an. Allerdings befinden sich auch die Slamener trotz permanenter Besetzungsprobleme mit fünf Dreiern aus den letzten sechs ungeschlagen beendeten Partien klar im Aufwind. Somit ist ein interessantes Match, durchaus auch mit spielerischem Pep, zu erwarten.