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Große Emotionen am Spieltag der Ostduelle

Wegen des Gedenkens an den verstorbenen Fan kam Halle schwer ins Spiel, konnte dann aber dreimal gegen Zwickau jubeln.
Wegen des Gedenkens an den verstorbenen Fan kam Halle schwer ins Spiel, konnte dann aber dreimal gegen Zwickau jubeln. FOTO: dpa
Der 11. Spieltag der 3. Liga stand ganz im Zeichen der beiden Ostduelle und des Gedenkens an den verstorbenen Magdeburg-Fan Hannes S. Nach den Niederlagen von Magdeburg und Rostock bestimmt derzeit kein Ost-Team die Tabellenspitze der 3. Liga mit. dpa/jam

Hallescher FC - FSV Zwickau 3:2 "Schwamm drüber, wir haben gewonnen." Mit diesen Worten kommentierte Halles Trainer Rico Schmitt die turbulente Schlussphase der Partie gegen den FSV Zwickau, in der sein Team eine eigentlich sichere 3:0-Führung fast noch aus der Hand gegeben hätte. Zu Beginn des Spiels sei die Atmosphäre bedrückend gewesen. Für den zu Tode gekommenen Magdeburger Fan gab zunächst eine Schweigeminute, der HFC-Anhang hatte ein Banner mit der Aufschrift "Ruhe in Frieden, Hannes" aufgehängt. Anschließend blieb der Fanblock für zehn Minuten ruhig, um des Toten zu gedenken. "Da war es schwer, ins Spiel zu kommen." Dass Zwickau nach der Führung seiner Mannschaft noch so gefährlich herankommen konnte, zeige, wie hellwach man bis zum Ende sein müsse, so Schmitt.

FC Rot-Weiß Erfurt - 1. FC Magdeburg 1:0

Vier Spiele in Serie war der FC Rot-Weiß ohne Sieg geblieben, nun klappte es ausgerechnet im emotionalen Ostduell gegen Magdeburg. Auch hier war wegen des Todes von Magdeburg-Fan Hannes S. die Stimmung gedrückt. Beide Clubs betonten, dass man sportliche Rivalität nie wieder so ausarten lassen dürfe. "Es war für alle ein besonderes Spiel. Wir wollten das alles abschütteln und Vollgas geben. Aber es war sehr schwer", erklärte FCM-Torhüter Jan Glinker. Dass es zum glücklichen Erfurter Sieg reichte, lag an Neuzugang Christopher Bieber. Bei seinem ersten Tor für die Thüringer per Flugkopfball zog er sich einen Cut über dem rechten Auge zu. "Nach so einem Tor fühlt man keinen Schmerz", sagte der frühere Würzburger. Magdeburgs Coach Jens Härtel nahm die Niederlage gelassen hin. Sein Erfurter Kollege Stefan Krämer befand: "Ich wäre auch mit einem Punkt zufrieden gewesen, so aber ist es natürlich viel angenehmer."

FC Hansa Rostock - VfL Osnabrück 1:2

Die Rostocker wurden auf ihrem Weg Richtung Tabellenspitze jäh gestoppt. Dreimal hatten sie hintereinander gewonnen. Dass ausgerechnet Osnabrück zum Stolperstein wurde, lag an der mangelnden Chancenverwertung der Hanseaten, aber auch an der Cleverness der Gäste.

Chemnitzer FC - Mainz II 4:1

Der CFC hat nach verkorkstem Saisonstart Anschluss an das gesicherte Mittelfeld gefunden. Kapitän Anton Fink hatte entscheidenden Anteil daran. Ein Tor legte er auf, vom Elfmeterpunkt netzte er selbst ein.