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Glückloses Hoffenheim – 1:2 im CL-Playoff gegen Liverpool

Das hatte sich Trainer Julian Nagelsmann anders vorgestellt. Seine Elf verlor 1:2.
Das hatte sich Trainer Julian Nagelsmann anders vorgestellt. Seine Elf verlor 1:2. FOTO: dpa
Sinsheim. 1899 Hoffenheim hat sich bei der Premiere auf Europas Fußball-Bühne vom FC Liver pool abzocken lassen. Trotz eines couragierten Auftritts unterlag der Bundesligist dem Team von Trainer Jürgen Klopp am Dienstag im Playoff-Hinspiel der Champions League mit 1:2 (0:1) und hat trotz des späten Tores von Mark Uth (87. dpa/bl

Minute) nur noch geringe Chancen auf den Einzug in die lukrative Gruppenphase der Fußball-Königsklasse.

Vor 25 568 Zuschauern schockte zunächst der 18-jährige Trent Alexander-Arnold mit einem direkt verwandelten Freistoß in der 35. Minute die über weite Phasen dominierenden Hoffenheimer, für die Andrej Kramaric (12.) mit einem verschossenen Elfmeter die größte Tor-Möglichkeit vergab. Eine von Harvard Nordtveit entscheidend abgefälschte Flanke von James Milner landete zum zweiten Treffer im 1899-Tor (75.). Das Joker-Tor von Uth weckt noch geringe Hoffnungen.

Erst einmal aber hatte das Team von Julian Nagelsmann das nötige Glück. Als Serge Gnabry in Dejan Lovren hineinlief, entschied Referee Björn Kuipers aus Strafstoß. Doch Kramaric fabrizierte nur ein Schüsschen, das Mignolet problemlos abwehren konnte. Der Bundesligist ließ sich aber nicht beirren und hatte die Klopp-Elf im Griff. Als Mohamed Salah (15.) doch einmal entwischte, verfolgte ihn 1899-Abwehrchef Kevin Vogt energisch und erfolgreich. Einen Befreiungsschlag von Steven Zuber lenkte Alexander-Arnold (33.) eher zufällig Richtung 1899-Tor.

Zwei Minuten später machte es der Teenager aber zum Leidwesen von Nagelsmann ganz genau. Einen Freistoß zirkelte der Verteidiger exakt ins untere Toreck. Der Treffer zeigte Wirkung. 1899 brauchte einige Minuten, um sich wieder zu berappeln - und hatte doch noch vor der Pause die große Doppelchance auf den Ausgleich. Gnabry scheiterte aus kurzer Distanz an Mignolet (43.). Sandro Wagner traf nur den Pfosten.

Gleich nach dem Seitenwechsel reagierte Oliver Baumann aus kurzer Distanz stark gegen den Ex-Hoffenheimer Roberto Firmino und hielt so die 1899-Hoffnungen aufrecht. Auch gegen Mané reagierte der Schlussmann (51.) kurz darauf gut.

Die Nagelsmann-Elf versuchte das Spiel wieder unter Kontrolle zu bringen, doch es fehlte weiter die letzte Durchschlagskraft. Baumann verhinderte gegen Salah (70.) sogar den zweiten Gegentreffer. Die von Nordtveit abgefälschte Milner-Flanke konnte aber auch er nicht parieren. Immerhin konnte Uth noch auf 1:2 verkürzen.