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Glückliche Tore beenden Dynamo-Fluch

Philip Heise und Dynamo können jubeln.
Philip Heise und Dynamo können jubeln. FOTO: dpa
Dresden. Dynamo Dresden hat seinen Heimfluch beendet und erstmals im Jahr 2017 im eigenen Stadion gewonnen. Die Sachsen bezwangen am Sonntag nach fünf vergeblichen Anläufen den SV Sandhausen mit 2:0 (1:0). dpa/noc

Erich Berko (29.) und Philip Heise (79.) trafen vor 27 926 Zuschauern für den Aufsteiger, der nun mit sechs Punkten Rückstand auf den Relegationsrang weiter auf Platz fünf der Tabelle liegt. Einziger Wermutstropfen: Innenverteidiger Jannik Müller kassierte seine fünfte Gelbe Karte und fehlt beim Auswärtsspiel in Stuttgart. "Ich dachte, Lumpi legt den Ball direkt raus. Danach kam er endlich der Ball und ich ging volles Risiko", sagte Berko über sein Tor.

Trainer Uwe Neuhaus meinte: "Wir wollten unbedingt das zweite Tor, das hat man gesehen. Es war eine ordentliche Vorstellung meiner Mannschaft."

Neuhaus veränderte sein Team im Vergleich zum Auswärtserfolg in Würzburg auf zwei Positionen: Florian Ballas rückte für Giuliano Modica in die Innenverteidigung, Berko ersetzte Marvin Stefaniak auf der linken Außenbahn. Dresden tat sich bei nasskaltem Wetter gegen die tief gestaffelten Gäste zunächst schwer. Sandhausen störte früh und hätte in der 26. Minute in Führung gehen können. Doch Keeper Marvin Schwäbe rettete gegen den frei auf ihn zustürmenden Korbinian Kollmann.

Das war der Weckruf für die Hausherren. Dresden probierte es immer wieder über die Außenbahnen. Der Führungstreffer war jedoch ein Zufallsprodukt. Niklas Hauptmann spielte Andreas Lambertz frei. Dessen Schuss wurde an der Strafraumgrenze geblockt und landete halblinks bei Berko, der eiskalt ins kurze obere Eck ballerte. Sein zweiter Saisontreffer war das 21. Dynamo-Tor innerhalb der ersten 45 Minuten, kein anderer Zweitligist erzielte mehr.

Treffer Nummer 22 blieb Dynamo zunächst verwehrt: Aias Aosman (37.) zielte aus 18 Metern nur knapp am Gästetor vorbei. Auch nach der Pause hatte Aosman (53.) den zweiten Treffer auf dem Fuß. Sein Schuss aus 16 Metern strich erneut über das Gehäuse. Im Anschluss passierte nur wenig, beide Mannschaften rieben sich in Zweikämpfen auf. Auch der zweite Dynamo-Treffer fiel glücklich: Heise fand im Strafraum keine Anspielstation und wuchtete den Ball halblinks aus spitzem Winkel in den Torraum. Dort fälschte ausgerechnet Ex-Dynamo Tim Kister den Ball mit dem Rücken ins eigene Tor zum Endstand ab.