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"Gier zu hoch" – Dynamo verliert gegen Hannover

Dresden. Die Dresdner haben gegen den Aufstiegsaspiranten zwar viele Chancen, doch die Gäste sind deutlich effizienter und cleverer. Jens Masslich

(dpa/jal) Dynamo Dresden hat mit der zweiten Niederlage nacheinander einen weiteren herben Rückschlag im Kampf um die Aufstiegsplätze der 2. Bundesliga hinnehmen müssen. Die Sachsen verloren am Sonntag trotz bester Gelegenheiten gegen den Aufstiegs-Aspiranten Hannover 96 mit 1:2 (0:0). Martin Harnik (64.) und Kenan Karaman (80.) trafen vor 29 820 Zuschauern im DDV-Stadion für die Gäste. Stefan Kutschke (78.) erzielte den zwischenzeitlichen Ausgleich für die Sachsen.

"Bis auf das Ergebnis kann ich nur ein positives Fazit ziehen. Wir haben viel von dem umgesetzt, was wir uns vorgenommen haben", sagte Dynamo-Trainer Uwe Neuhaus. Er hatte seine Mannschaft im Vergleich zur Niederlage bei St. Pauli auf drei Positionen verändert. Jannik Müller ersetzte den an der Schulter verletzten Innenverteidiger Florian Ballas.

Mit der Hereinnahme von Niklas Kreuzer als rechten Verteidiger sowie Aias Aosman im zentralen offensiven Mittelfeld setzte Dynamos Cheftrainer gegen die sehr offensiv agierenden Hannoveraner auf schnelles Umschaltspiel.

Die Umstellungen machten sich schnell bezahlt, Dynamo erspielte sich in den ersten 45 Minuten eine Vielzahl von hochkarätigen Einschussmöglichkeiten. Doch weder Erich Berko (1./5.) noch Marvin Stefaniak (2./10.), Kutschke (17./22.) oder Aosman (33.) konnten diese zur Dresdner Führung nutzen.

Nach der Pause bot sich dasselbe Bild: Dresden hatte mit Aosman (50.) und einem Abseits-Tor von Kutschke (51.) die Führung auf dem Fuß, Hannover setzte vereinzelte Nadelstiche und ging letzlich durch Harniks (64.) zweite dicke Möglichkeit innerhalb von zwei Minuten in Führung.

Der österreichische Nationalspieler scheiterte zunächst aus vier Metern an Dynamos Keeper Marvin Schwäbe, vollendete dann aber einen Eckball völlig unbedrängt. Neuhaus reagierte noch einmal und brachte in Pascal Testroet (73.) einen zweiten Stürmer. Der Wechsel zahlte sich nur fünf Minuten später aus, als der 26-Jährige uneigennützig für Kutschkes Ausgleichtreffer vorlegte. "Nach dem Ausgleich war die Gier vielleicht etwas zu hoch", meinte Neuhaus. Nur zwei Minuten nach dem 1:1 sorgte der kurz zuvor eingewechselte Karaman für die den 96-Sieg.