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Getrübte Vorfreude auf die Oberliga

Mit diesem Team startet der VfB Krieschow in die Oberliga: Oben v.l.n.r.: Markus Kaiser, Ralf Pehla, Sven Konzack, Tom Mißbach, Mathias Krüger, Fabian Lieschka, Kevin Karow, Dennis Hildebrandt, Florian Schmidt, Philipp Knapczyk. Mitte v.l.n.r.: Physiotherapeut Roland Udewenz, Torwart-Trainer Frank Schweidler, Betreuer Torsten Koal-Kattusch, Manager Christof Lehmann, 1. Vorsitzender Hans-Jörg Grafe, 2. Vorsitzender Bernd Parnitzke, Co-Trainer Lars Zimmermann, Betreuer Benno Neupetsch, Trainer Toni Lempke. Untere Reihe v.l.n.r.: Chris Hnyk, Florian Bernhardt, Yves Küllmei, Max Oberschmidt, Paul Weidemann, Fritz Pflug, Martin Dahm, Dirk Jentsch und Andy Hebler. Eingekreist sind Tim Richter (o.) und Alexander Grunewald.
Mit diesem Team startet der VfB Krieschow in die Oberliga: Oben v.l.n.r.: Markus Kaiser, Ralf Pehla, Sven Konzack, Tom Mißbach, Mathias Krüger, Fabian Lieschka, Kevin Karow, Dennis Hildebrandt, Florian Schmidt, Philipp Knapczyk. Mitte v.l.n.r.: Physiotherapeut Roland Udewenz, Torwart-Trainer Frank Schweidler, Betreuer Torsten Koal-Kattusch, Manager Christof Lehmann, 1. Vorsitzender Hans-Jörg Grafe, 2. Vorsitzender Bernd Parnitzke, Co-Trainer Lars Zimmermann, Betreuer Benno Neupetsch, Trainer Toni Lempke. Untere Reihe v.l.n.r.: Chris Hnyk, Florian Bernhardt, Yves Küllmei, Max Oberschmidt, Paul Weidemann, Fritz Pflug, Martin Dahm, Dirk Jentsch und Andy Hebler. Eingekreist sind Tim Richter (o.) und Alexander Grunewald. FOTO: Marcel Ohnrich/moh1
Krieschow. Beim Oberliga-Aufsteiger VfB Krieschow ist die Vorfreude auf das Abenteuer in der fünfthöchsten deutschen Liga jäh getrübt worden. Nach dem tragischen Tod eines 21-jährigen Probespielers, der beim Training der U23-Mannschaft der Krieschower zusammengebrochen war, sitzt der Schock im Umfeld des VfB tief. Roland Scheumeister / rsm1

Training und Testspiele der U23 wurden abgesagt.

Nicht nur für Cheftrainer Toni Lempke, der zuletzt auch das Training des Kreisoberliga-Teams leitete, ist dieses tragische Ereignis unfassbar: "Das Fußballgeschehen rückt da völlig in den Hintergrund", erklärte er. Im Präsidium stand deshalb auch die Austragung des ersten Oberliga-Punktspiels an diesem Sonntag um 14 Uhr gegen Bischofswerda zur Disposition. Um beiden Kontrahenten Terminschwierigkeiten zu ersparen, wurde aber für die Durchführung der Heimpartie gestimmt.

Der verstorbene Probespieler wollte nach Angaben des VfB Krieschow nach einer längeren Pause wieder mit dem Fußball beginnen und nahm auf Einladung am Dienstag erstmals am Training der U23-Mannschaft teil. Während der Übungseinheit sei der junge Mann aus der Nähe von Vetschau zusammengebrochen, Spieler und Trainer seien demnach sofort zur Stelle gewesen, um erste Hilfemaßnahmen einzuleiten. "Anschließend wurde der Spieler in das Carl-Thiem-Klinikum nach Cottbus gebracht, wo er aus uns noch unbekannter Ursache verstarb", heißt es in einer offiziellen Pressemitteilung des VfB. Zudem wünscht der Vorstand darin "der Familie und den Angehörigen viel Kraft in diesen schweren Stunden". Der gesamte Verein sei "tief betroffen und traurig über den plötzlichen Tod des so jungen Spielers".

Krieschows Coach Toni Lempke hofft mit Blick auf den Saisonauftakt in der Oberliga, "dass die Mannschaft trotz des traurigen, alle bewegenden Ereignisses konzentriert aufspielt und alles versuchen wird, für eine kleine Überraschung zu sorgen." In der intensiven Vorbereitung seien allerdings nie alle Akteure beisammen gwesen. Nun stünden zwar alle Spieler zur Verfügung. "Dennoch sind wir in dieser Partie krasser Außenseiter", betont Lempke.

Auch Torgarant Andy Hebler ist nach seiner Knieverletzung aus der Vorbereitung einsatzfähig. Mit seinen 41 Treffern in der Brandenburg-Liga hatte der ehemalige Energie-Spieler maßgeblichen Anteil am Aufstieg der Krieschower.

Mit dem FV Bischofswerda, im Jargon der Oberlausitz auch "Schiebock" genannt, wird am Sonntag um 14 Uhr gleich ein Topfavorit auf den Aufstieg in die Regionalliga im Sportpark erwartet. In den Reihen des Tabellendritten der Vorsaison tummeln sich einige Talente aus dem Nachwuchsbereich des Zweitligisten Dynamo Dresden.

Für die Qualität der Abwehr steht unter anderem der Name Fernando Lenk, der über Jahre die Defensive des Regionalliga- beziehungsweise Oberligateams des FC Energie zusammenhielt und nach seinem Engagement beim BSV Guben Nord erst im vergangenen Winter aus privaten Gründen zum Oberligisten wechselte.