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Turnen
SC Cottbus überrascht mit neuem Gastturner

October 05, 2017: Marios Georgiou of Cypress (159) on the rings during the Men s All-Around Final of the Artistic Gymnastics World Championships 2017 at Olympic Stadium in Montreal, Canada. /CSM FIG 2017: Artistic Gymnastics World Championships, Men s All-Around Final October 05 PUBLICATIONxINxGERxSUIxAUTxONLY - ZUMAc04_ 20171005_zaf_c04_248 Copyright: xDanielxLeax
October 05, 2017: Marios Georgiou of Cypress (159) on the rings during the Men s All-Around Final of the Artistic Gymnastics World Championships 2017 at Olympic Stadium in Montreal, Canada. /CSM FIG 2017: Artistic Gymnastics World Championships, Men s All-Around Final October 05 PUBLICATIONxINxGERxSUIxAUTxONLY - ZUMAc04_ 20171005_zaf_c04_248 Copyright: xDanielxLeax FOTO: Daniel Lea / imago/ZUMA Press
Cottbus. Für den SC Cottbus geht es am Samstag in der Deutschen Turnliga um den Klassenerhalt. Mit einem Sieg gegen die Siegerländer KV könnten die Lausitzer alles klar machen. Es droht Gefahr – doch die Cottbuser haben noch ein Ass im Ärmel. Von Jan Lehmann

Mit Überraschungsgast Marios Georgiou aus Zypern gehen die Turner des SC Cottbus in die entscheidende Saisonphase. Die Konstellation ist dabei gar nicht so klar, wie es auf den ersten Blick aussieht. Natürlich: Wenn der SC Cottbus am Samstag (15 Uhr, Lausitz-Arena) seinen Heimwettkampf in der Deutschen Turnliga (DTL) gegen die Siegerländer KV gewinnt, dann haben die Lausitzer vier Zähler auf dem Konto und damit vorzeitig den Klassenerhalt geschafft. Schließlich gibt es in der DTL nur einen Absteiger und die beiden punktlosen Schlusslichter KTT Heilbronn und TSV Monheim treten am Samstag am vorletzten Wettkampftag gegeneinander an. Entsprechend groß ist die Spannung in Heilbronn: „Der Druck ist schon sehr hoch“, räumte Heilbronn-Trainer Rainer Arnold ein. Er befürchtet: Eine Niederlage gegen den direkten Abstiegskonkurrenten wäre wohl kaum mehr reparabel. In Monheim gibt man sich selbstbewusst. „Unsere Stärke liegt darin, dass wir an allen Geräten gut besetzt und breit aufgestellt sind. Falls jemand ausfällt können wir immer reagieren“, sagte Monheim-Trainer Mario Reichert.

Muskelspiele, die man auch aus Cottbus beobachtet. Denn für die Lausitzer ist keineswegs klar, dass das mit dem Heimsieg gegen die Siegerländer klappt. Teamkapitän Lukas Gallay sagte am Freitag: „Wir sind alle guter Dinge. Aber es wird eine sehr knappe Angelegenheit. Das Team, das weniger Fehler macht, wird wohl gewinnen.“ Die Gäste kommen mit WM-Finalist Philipp Herder und dem Rückenwind eines klaren Heimsieges gegen Heilbronn in die Lausitz-Arena. Beim SC Cottbus hingegen vertraut man auf die Unterstützung des Ukrainers Igor Radivilov, der zuletzt bei der WM in Montreal Silber am Sprung gewann. Außerdem ziehen die Lausitzer noch ihren Überraschungsgast aus dem Ärmel: Der Zyprer Georgiou wird erstmals für den SC Cottbus turnen. Der 20-Jährige ist am Freitag ausgerechnet zu seinem Geburtstag in Cottbus angekommen, war am Abend für ein paar Lockerungsübungen in der Halle. Doch wie stark er wirklich ist, wird man erst am Samstag im Wettkampf sehen. Georgiou soll Boden, Pferd, Barren und Reck turnen.

Diese zusätzliche Absicherung ist wohl nötig, weil ein Team, das im Abstiegskampf eigentlich keine Rolle spielt, das ganze Geschehen noch einmal durcheinanderbringt. Beim Tabellenvierten MTV Stuttgart gibt es derzeit arge Verletzungssorgen. So wie es aussieht, besteht die Riege in den beiden abschließenden Wettkämpfen nur noch aus vier Turnern, die dann alle einen Sechskampf durchziehen müssten. Das Problem: Stuttgart tritt zum Saisonschluss gegen Heilbronn an. Der Abstiegskandidat hätte da die Chance auf zwei Punkte, mit denen niemand vorher gerechnet hätte. Auch nicht die Konkurrenz in Cottbus und Monheim.