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| 02:52 Uhr

Fußballerfahrung schlägt jugendliche Leichtigkeit auf Schlittschuhen

Das gemeinsame Gruppenfoto zählt genauso zur Tradition bei dem seltenen Duell wie der anschließende Spaß auf dem Rasen.
Das gemeinsame Gruppenfoto zählt genauso zur Tradition bei dem seltenen Duell wie der anschließende Spaß auf dem Rasen. FOTO: Birgit Husgen/bls1
Weißwasser. Es war ein spannender Kampf zweier Teams mit völlig ungleichen Voraussetzungen beim Traditionsvergleich zwischen Kickern des VfB Weißwasser und den Kufenflitzern der Lausitzer Füchse. Spaß hatten alle daran, sowohl Spieler als auch Fans und das Resultat war dabei nebensächlich. Birgit Husgen/bls1

Obwohl mancher Ehrgeiz entwickelte und die Kugel, zumindest solange die Kraft noch reichte, unbedingt ins Tor bringen wollte.

Mit einem überraschenden Angriff gelang Sean Fischer bereits in der 2. Minute, als er unbedrängt VfB-Torwart Max Wimmer ausspielte, die frühe Führung der Füchse. In der 5. Minute, nach einem Foul an Lutz Schmidt, hatten die Fußballer die Möglichkeit auszugleichen. Für Torsten Jäckel stand beim Elfmeter das Gehäuse jedoch zu weit links. In der Folgezeit biss sich die Traditionsmannschaft des VfB an den jungen Füchsen lange die Zähne aus. Ganz besonders Hajo Beil, der davon reichlich bei einigen Gelegenheiten verlor. Dafür lief der in der gesamten restlichen Spielzeit seine Tradition vielleicht erst beginnende, ganz junge Keeper des VfB Max Wimmer, zur Höchstform auf. Er blieb bis zum Schlusspfiff erster Sieger gegen Max Droigk, gegen Sebastian Brockelt, gegen Dennis Swinnen, dann auch Sean Fischer.

Technisch war die erfahrene Elf den Lausitzer Füchsen überlegen, in läuferischen Zweikämpfen sahen sie manchmal die Fersen. Glück hatte der VfB kurz vor der Pause, als Max Droigk die Querlatte des VfB-Tores traf und den Nachschuss von Dennis Swinnen dann Torwart Max Wimmer blocken konnte. Das umkämpfte Duell zwischen Elia Ostwald und Hans-Jürgen Beil sorgte immer wieder für Kommentare vom Spielfeldrand - da prallten jedes Mal glatte zwei Meter auf eine Menge Fußballererfahrung und Ehrgeiz.

In der zweiten Hälfte hatten sich dann die Routiniers den Ausgleich redlich verdient. Nach einer präzisen Ecke von Lutz Schmidt auf den Kopf von Silvio Pätzold netzte dieser in der 57. Minute zum 1:1 ein. Und was technisch bei einem Altersdurchschnitt von exakt 44 Jahren noch möglich ist, sahen alle in der 73. Spielminute. Hajo Beil flankte von links auf den heranlaufenden Lutz Schmidt, der das Leder aus ca. 22 Metern halb rechts volley nahm und an Torwart Philipp Riedel vorbei in die linke obere Ecke platzierte.

Den 2:1-Vorsprung verwaltete die Traditionsmannschaft mit allen Mitteln, obwohl die Füchse bei einem Altersdurchschnitt von knapp unter 22 Jahren zum Ende hin aufdrehten. Max Wimmer zeichnete sich erneut aus, als er das Geschoss von Sean Fischer zur Ecke lenken konnte. Die hohe Flanke von Robert Wolfermann in der 80. Minute strich über die Locken des Allrounders und am Tor vorbei. Und als die Kraft dann nachließ, atmete mancher auf dem Rasen länger liegend durch. Das anschließende Elfmeterschießen entschieden auch die Fußballer knapp mit 6:5 für sich.

VfB Weißwasser 1909: Max Wimmer - Dirk Nicko, Göran Sagner, Maik Pohl, Perry Franke, Karsten Kuhnert, Lutz Schmidt, Silvio Pätzold, Hans - Jürgen Beil, René Michalk, Torsten Jäckel, Mario Pinter, Jens Krautz, Mirko Hovorka

Gelbe Karte:keine

EHC Lausitzer Füchse: Philipp Riedel - Fabian Heyter, Bruno Hoffmann, Lucas Welham, Marius Schmidt, Dennis Swinnen, Sean Fischer, Max Droick, Sebastian Brockelt, Richard Gelke, Elia Ostwald, Leon Marko, Robert Wolfermann

Tore: 0:1 Sean Fischer (2.), 1:1 Silvio Pätzold (60.), 2:1 Lutz Schmidt (73.). Schiedsrichter: Nico Fohl. Zuschauer: 167.