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| 16:53 Uhr

Fußball
Fußball-Landesverband erhöht Beiträge und Strafen

Bis in den Abend diskutierten die Delegierten aus den Fußballkreisen am Samstag beim 8. Ordentlichen Verbandstag des Fußball-Landesverbandes Brandenburg in Cottbus.
Bis in den Abend diskutierten die Delegierten aus den Fußballkreisen am Samstag beim 8. Ordentlichen Verbandstag des Fußball-Landesverbandes Brandenburg in Cottbus. FOTO: Frank Hammerschmidt
Cottbus. Neben der Wahl des neuen Präsidenten des Fußball-Landesverbands Brandenburg gab es am Samstag beim Verbandstag viel zu besprechen. Die Abgeordneten erhöhten nach langen Diskussionen Mitgliedsbeiträge sowie Geldstrafen für die Vereine. Von Jan Lehmann

Der 8. Ordentliche Verbandstag des Fußball-Landesverbandes Brandenburg stand am Samstag in Cottbus im Zeichen der Ära von Präsident Siegfried Kirschen, der nach 28 Jahren sein Präsidentenamt abgegeben hat. DFB-Präsident Reinhard Grindel und Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) würdigten den 74-Jährigen, der zum Ehrenpräsidenten ernannt wurde. Ein emotionaler Tag, der von vielen warmen Worten begleitet wurde.

Doch der Verbandstag hatte auch viel Arbeit für die mehr als 100 Delegierten aus den acht Fußballkreisen zu bieten. Viel länger als vorher geplant wurde beim Verbandstag wurde über Satzungsänderungen und Ordnungsänderungen beraten. Dabei wurden teilweise am Saalmikrofon Änderungsanträge formuliert – hartes Brot für alle Beteiligten.

Unter anderem wurde der Jahresbeitrag pro spielberechtigtes Mitglied von 2,50 Euro auf 4 Euro erhöht. Zudem beschlossen die Delegierten, dass es Ablösesummen für Schiedsrichter geben wird. Wer einen Schiedsrichter im Jahr der Ausbildung oder im darauffolgenden Jahr von einem anderen Verein abwirbt, muss künftig 300 Euro bezahlen. Die Vereine müssen künftig auch mehr Schiedsrichter stellen – jeweils im Verhältnis zur Anzahl ihrer Mannschaften. Auch dieser Antrag wurde angenommen. Dazu hatte der Vorsitzende des Schiedsrichter-Ausschusses Heinz Rothe vorab in der RUNDSCHAU die Hintergründe erklärt. „Wir müssen die Vereine in die Pflicht nehmen.“

Fußball-Landesverband Brandenburg diskutiert in Cottbus FOTO:

Umstritten war zuvor die Änderung des der Jahresbeitrag pro spielberechtigtes Mitglied von 2,50 Euro auf 4 Euro. Siegfried Kirschen hatte darauf hingewiesen, dass dieser Beitrag im bundesweiten Vergleich immer noch sehr gering sei. Nach 20 Jahren sei dies die erste Erhöhung. Einen Vorstoß von Heimo Ludwig aus Ziesar, der in einem offenen Brief an die Vereine und Medien beklagt hatte, dass „die Vereine bluten müssen“, nannte Kirschen eine Polemik und betonte: „Ich stehe voll und ganz hinter diesen Anträgen.“ Mit 59 Ja-Stimmen wurde der Antrag angenommen.

Ebenfalls angenommen wurden die Erhöhungen bei Geldstrafen für die Vereine, gegen die Ludwig ebenfalls mit seinen Wortmeldungen angegangen war. Der Spielausschuss-Vorsitzende Mirko Wittig betonte: „Das ist kein Geldeintreibe-Katalog, sondern ein Abschreckungskatalog. Wir müssen die Vereine in die Pflicht nehmen.“

Einen Dämpfer erhielt der Verband mit der Ablehnung der Delegierten für die geplante Gebühr von 50 Euro für die Nutzung von DFBnet pro Verein.

Ein Antrag darauf, dass die Landesklasse-Teams künftig wieder im brandenburgischen Landespokal mitspielen dürfen, wurde knapp abgelehnt.

Ebenfalls abgelehnt wurde ein Antrag, der den Staffelleitern mehr Befugnisse einräumen lassen wollte.