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| 10:09 Uhr

Motocross
Fürstlich Drehna: Die „Champions League“ zu Gast in der Lausitz

 Maximilian Spies (4.v.l.) und Tom Koch (5.v.l.) werden als Fahrer in Fürstlich Drehna starten. Unter anderem Christian Lehmann (l.), dem Vorsitzenden vom MSC Fürstlich Drehna, und Bernd Barig (r.), Sportvorstand vom ADAC Berlin-Brandenburg, obliegt es, die passenden Rahmenbedingungen zu schaffen.
Maximilian Spies (4.v.l.) und Tom Koch (5.v.l.) werden als Fahrer in Fürstlich Drehna starten. Unter anderem Christian Lehmann (l.), dem Vorsitzenden vom MSC Fürstlich Drehna, und Bernd Barig (r.), Sportvorstand vom ADAC Berlin-Brandenburg, obliegt es, die passenden Rahmenbedingungen zu schaffen. FOTO: Ivonne Kommolk
Berlin. Das Motocross-Spektakel MX Masters will am 13./14. April viele Tausend Schaulustige nach Fürstlich Drehna locken – auch mit dem nächsten Novum. Von Steven Wiesner

 Es soll alles noch ein bisschen größer werden. Das wollten der MSC Fürstlich Drehna und der ADAC Berlin-Brandenburg schon mit der Auftaktveranstaltung der MX Masters am Dienstag dokumentieren, indem sie die Pressekonferenz für das Motocross-Spektakel in der Lausitz nicht mehr irgendwo in Luckau abhielten, sondern in der ADAC-Geschäftsstelle in Berlin-Wilmersdorf. „In Brandenburg ist Motocross schon Volkssport – in Berlin leider noch nicht“, sagt Leon Strohmaier vom ADAC-Presseteam. Das will Europas größter Verkehrsclub ändern. Und dazu braucht er auch das Rennwochenende in Fürstlich Drehna in anderthalb Wochen.

Denn wenn man den Rennkalender der MX Masters studiert, der anspruchvollsten und qualitativ hochwertigsten Serie in der deutschen Motocross-Szene, dann genießt die Veranstaltung in Dahme-Spreewald schon Alleinstellungsmerkmal im Osten der Republik. Während es in früheren Jahren im sächsischen Jauer ein weiteres Masters-Rennen in der Oberlausitz gab, ist Fürstlich Drehna mittlerweile die einzige noch verbliebene Station im ostdeutschen Raum. Die anderen sechs Rennwochenenden der international-deutschen Motocross-Meisterschaft finden bis September in Bayern, Baden-Württemberg, Nordrhein-Westfalen und Schleswig-Holstein statt.

Fürstlich Drehna ist daher nicht nur für fast alle Fahrer aus Brandenburg, Sachsen oder Thüringen das Heimrennen, es bildet traditionell auch den Startpunkt der MX-Masters-Serie, die sich gerne als „Champions League des Motocross“ bezeichnet. In insgesamt drei verschiedenen Klassen haben sich 280 Fahrer aus 30 Nationen angekündigt, um auf der Rennstrecke „Rund um den Mühlberg“ um die ersten Punkte zu fahren. In der Masters-Klasse fahren die Vollprofis und im Youngsters Cup und dem Junior Cup die, die es mal werden wollen.

Absolute Profis in Sachen Organisation sind derweil schon die Verantwortlichen vom MSC Fürstlich Drehna. Seit 2006 richtet der Verein aus Luckau die Motocross-Party auf seiner mancherorts auch gefürchteten Sandstrecke aus. „Der MSC Fürstlich Drehna spielt eine herausragende Rolle unter den deutschen Motocross-Veranstaltern“, lobt Bernd Barig, der Sportvorstand vom ADAC Berlin-Brandenburg.

Diese Rolle spielt der Verein mit seinen 350 Helfern auch, weil er sich immer wieder neue Dinge einfallen lässt, um das Event und den Sport attraktiv zu halten. Während es vor zwei Jahren zum ersten Mal eine Sitztribüne für die Zuschauer gab, soll dieses Jahr ein Videowürfel für noch bessere Rennatmosphäre sorgen. „Wir wollen mit einer Drohne Livebilder von den Rennen übertragen, weil man ja nicht die ganze Strecke von überall einsehen kann“, erklärt Christian Lehmann, der Vorsitzende vom MSC. „Das ist ein Novum. Wir sind damit wieder Vorreiter in der deutschen Meisterschaft.“

Die Veranstalter hoffen nicht nur deswegen auf 10 000 bis 15 000 Zuschauer. „Die brauchen wir aber auch, um kein Minusgeschäft zu machen", sagt Lehmann. Schließlich soll alles ein bisschen größer werden – und nicht nur die Pressekonferenz.