ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
| 15:00 Uhr

ADAC MX Masters
Fürstlich Drehna bittet zum Rennauftakt

Hoffen auf ein erfolgreiches Heimrennen in Fürstlich Drehna: Die Lokalmatadore Maximilian Spies (14) und Richard Stephan (12) mit ihrem Trainer und Ex-Motocrosser Christian Brockel (34). Unterstützung bekommen sie auch vom mehrfachen Enduro-Meister und früheren Motocrosser Dennis Schröter (35) aus Crinitz (v.r.).
Hoffen auf ein erfolgreiches Heimrennen in Fürstlich Drehna: Die Lokalmatadore Maximilian Spies (14) und Richard Stephan (12) mit ihrem Trainer und Ex-Motocrosser Christian Brockel (34). Unterstützung bekommen sie auch vom mehrfachen Enduro-Meister und früheren Motocrosser Dennis Schröter (35) aus Crinitz (v.r.). FOTO: Daniel Friedrich / LR
Fürstlich Drehna. Am Wochenende geht es „Rund um den Mühlberg“ in Fürstlich Drehna zur Sache. Die RUNDSCHAU blickt auf die Lokalmatadore, die Favoriten, die Rennklassen und das Rahmenprogramm. Von Daniel Friedrich

Mit dem Motocross-Rennen „Rund um den Mühlberg“ in Fürstlich Drehna starten am Wochenende wieder die ADAC MX Masters in die neue Saison. Es ist das erste von sieben Rennwochenenden, das bis Anfang September vor den Fahrern liegt.

Welche lokalen Hoffnungsträger sind in diesem Jahr dabei?

Als Lokalmatadore werden unter anderem die Eigengewächse des Motorsport-Clubs (MSC) Fürstlich Drehna gehandelt: Nico Adler (19), Maximilian Spies (14), Fabian Barske (12) und Richard Stephan (12). „Ich habe mir vorgenommen, mindestens in die Top 10 zu fahren. Besser wäre natürlich ein Podiumsplatz, aber dazu muss ich noch ein bisschen ruhiger an die Sache rangehen“, schätzt sich Maximilian Spies ein. Der Ortrander (Oberspreewald-Lausitz) hat vor zwei Jahren den Junior Cup 85 gewonnen, belegte bei der Deutschen Meisterschaft 2017 Platz zwei und tritt nun in der neuen Rennklasse Junior Cup 125 an. Außerdem geht er in diesem Jahr in der Motocross-EM an den Start. „Die sandige Strecke in Drehna liegt mir gut“, sagt der 14-Jährige.

Maximilian Spies (14)
Maximilian Spies (14) FOTO: Daniel Friedrich / LR

Ehrgeizige Ziele verfolgt auch Richard Stephan aus Saalhausen (Oberspreewald-Lausitz). Zum siebten Geburtstag hat der heute 12-Jährige seine erste Maschine geschenkt bekommen, seit vier Jahren ist er im Motorsport aktiv. Heute tritt er im ADAC MX Junior Cup 85 an. „Ich war im vorigen Jahr einer der Jüngsten in meiner Klasse. In diesem Jahr will ich mich regelmäßig qualifizieren und auch in die Punkte fahren“, so der Saalhausener. Neben den ADAC MX Masters, die er komplett mitfährt, ist Richard auch bei einigen Rennen der Deutschen Meisterschaft dabei. Sein Ziel: Richtig weit nach vorn kommen. Für den Gymnasiasten bedeutet das, wenig Zeit für Freunde zu haben und fast jedes Wochenende unterwegs zu sein. „Dafür habe ich dann meinen Kumpels immer am meisten zu berichten“, freut er sich.

Richard Stephan (12)
Richard Stephan (12) FOTO: Thorsten Horn / LR

Trainiert wird Richard übrigens von einem bekannten Gesicht in Fürstlich Drehna: Christian Brockel (34), dreifacher Deutscher Meister, der im vergangenen Jahr sein letztes Heimrennen fuhr und anschließend seine Karriere beendete, gibt sein Wissen nun an die jungen Fahrer weiter. Natürlich wird er beim Rennen am Mühlberg dabei sein – als Zuschauer. „Es kribbelt schon noch, aber ich gehe jetzt in Vollzeit arbeiten und möchte nicht schon wieder regelmäßig trainieren“, sagt der nunmehr Hobbyfahrer.

Christian Brockel (34)
Christian Brockel (34) FOTO: Daniel Friedrich / LR

Einen Steinwurf von der Rennstrecke entfernt wohnt der Ex-Motocrosser und inzwischen zehnfache deutsche Enduro-Meister Dennis Schröter (35). 2010 war die letzte Motocross-Saison für den Crinitzer. „In ‚meinem Sandkasten’ in Drehna zu fahren, war immer etwas Besonderes für mich“, blickt er zurück. Was der relativ kleine Club jedes Jahr auf die Beine stelle, sei enorm. „Nachdem ich das in der Vergangenheit habe schleifen lassen, möchte ich mich künftig wieder etwas mehr einbringen“, kündigt Schröter an.

Dennis Schröter (35)
Dennis Schröter (35) FOTO: Daniel Friedrich / LR

Auf welche Konkurrenten treffen die Lokalmatadore?

Mit mehr als 270 Fahrern aus 28 Nationen ist der Boom der Rennserie ungebrochen. Dabei ist unter anderem der erst 24-jährige und dennoch bereits vierfache ADAC-MX-Masters-Champion Dennis „Ulle“ Ullrich. Der Saarländer hat zwar schon viel WM-Erfahrung gesammelt, konzentriert sich derzeit allerdings auf die nationalen Serien. Zu rechnen sein dürfte auch mit dem letztjährigen Vizemeister Jens Getteman aus Belgien sowie dessen ebenfalls bereits mit WM-Wassern gewaschenen Teamkollegen Matiss Karro aus Lettland.

Schwerer ist die Frage nach den vermeintlichen Favoriten in den Nachwuchsklassen: Im Youngster Cup liegt der Österreicher René Hofer hoch im Kurs. Er gewann vor zwei Jahren den Junior Cup. Und auch Jett Lawrence, den jüngeren Bruder von Hunter Lawrence, sollte man auf dem Zettel haben. Darüber hinaus dürfte der Chemnitzer Jeremy Sydow in seiner ersten vollen Viertakter-Saison ein ernstzunehmender Gegner sein.

Warum gibt es in diesem Jahr vier Rennklassen?

Bisher wechselten die meisten Aufsteiger aus der 85er-Klasse in den Youngster Cup auf einen 125er-Zweitakter. Dort konnten sie jedoch gegen die erfahrenen Piloten mit 250er-Viertaktern wenig ausrichten. Deshalb hat der ADAC den Junior Cup 125 ins Leben gerufen, bei dem Nachwuchsfahrer der Jahrgänge 2000 bis 2005 mit Achtelliter-Zweitakt-Bikes dabei sind. Sie fahren zwei Mal 20 Minuten. Damit gibt es nun den Junior Cup 85 und den Junior Cup 125 mit jeweils 48 Fahrern.

Bestehen bleiben die namengebende Top-Klasse ADAC MX Masters mit bis zu 650 Kubikzentimetern Hubraum, sowie der Youngster Cup für die Jahrgänge 1997 bis 2004.

Welche Neuerungen gibt es noch?

In diesem Jahr wird es in Fürstlich Drehna eine Sitztribüne für die Zuschauer geben. Sie bietet bis zu 800 Menschen Platz und steht gegenüber vom Startbereich. „Heutzutage kommen nur noch die wenigsten Gäste mit ihren eigenen Klappstühlen. Da müssen wir schon einen gewissen Komfort bieten“, sagt Christian Lehmann vom MSC Fürstlich Drehna. Die Boxen wandern auf die andere Seite der Bahn. Zudem wird die Rennstrecke fast komplett umgehbar sein. Aus Sicherheitsgründen wurden die Fahrspuren weiter auseinander genommen.

Wie läuft das Rennen in Fürstlich Drehna ab und welches Rahmenprogramm wird es geben?

Bevor es auf der Strecke rund geht, laden die Gastgeber am Freitagabend, 20. April, bei freiem Eintritt zur Disko und zu Benzingesprächen ins Festzelt ein.

Ernst wird es am Samstag, 21. April, ab 9 Uhr mit dem Training. Um 15.50 Uhr schließt der erste Lauf des Junior Cups 85 an. Danach folgen zwei Last-Chance-Rennen. Ab 20 Uhr heizt den feierwütigen Gästen die Partyband „The Clogs“ ein.

Der Rennsonntag, 22. April, beginnt mit dem Warm-Up um 9.30 Uhr. Die ersten Rennen werden ab 11 Uhr gestartet und nach der Mittagspause mit Autogrammstunde der Top-Fahrer ist die Top-Klasse um kurz nach 14 Uhr und 17 Uhr dran. Die Siegerehrung für alle Klassen ist gegen 17.40 Uhr geplant.

An beiden Wochenendtagen außerdem: Händler- und Ausstellermeile, Quad-Parcours, Kletter-Hüpfburg, Carrera-Rennbahn und Race-Simulator.