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| 22:14 Uhr

Füchse verlieren trotz guter Leistung und Tor von Neuzugang Kostourek

Wade MacLeod schießt das 1:0, die Füchse um Patrik Parkkonen sind geschlagen.
Wade MacLeod schießt das 1:0, die Füchse um Patrik Parkkonen sind geschlagen. FOTO: Sellos-Verlag
Rosenheim. Schade, Lausitzer Füchse! Diese Niederlage war überflüssig. Trotz guter Leistung und einem Tor von Neuzugang Milan Kostourek unterlag Weißwasser am Freitagabend in Rosenheim mit 1:3. In der Tabelle liegen die Füchse weiterhin auf Platz 12. Aus Rosenheim berichtet Frank Noack

Das Rosenheimer Bullen-Maskottchen funkelte vor dem Spiel bedrohlich mit seinen roten Hörnern. Und dennoch hätten die Lausitzer Füchse den Bullen am Freitagabend in Oberbayern durchaus aufs Glatteis führen können. Dazu hätten sie vor 2252 Zuschauern aber ihre Chancen besser nutzen müssen.

"Ich bin trotz der Niederlage stolz auf meine Jungs", bilanziert Trainer Paul Gardner. Kritik übt er am Schiedsrichter: "Beide Teams haben hart gearbeitet. Der Schiri hat sich zu oft ins Spiel eingemischt." Und: Co-Trainer Robert Hoffmann kassierte nach Spielende noch eine Spieldauer-Disziplinarstrafe.

Dabei hatte Gardner vor dem Spiel eine klare Ansage gemacht: Er stellte Neuzugang Milan Kostourek gleich in die erste Sturmreihe an die Seite von Topscorer Darren Haydar und Thomas Götz. Der 33-jährige Stürmer aus Tschechien wechselte in dieser Woche vom englischen Zweit ligisten Bracknell Bees nach Weißwasser. Er kommt mit der Empfehlung von 32 Toren und 31 Vorlagen in 36 Partien. "Wir sind froh, dass wir die Möglichkeit bekommen haben, noch einen weiteren Spieler unter Vertrag zu nehmen. Mit der Verpflichtung von Milan sind wir in der Breite nun besser aufgestellt und können zudem flexibel auf den Ausländerpositionen reagieren", erklärt Sportdirektor Ralf Hantschke. "Milan weiß, wo das Tor steht, was in unserer Situation sehr wichtig ist."

Und der neue Mann fügte sich bei seinem Debüt am Freitagabend in Rosenheim auch gleich gut ein. Bereits nach zwei Minuten tauchte Kostourek das erste Mal gefährlich vor Torhüter Timo Herden auf, konnte den Puck aber nicht im Kasten unterbringen. Die Gäste hatten vor den etwa 50 mitgereisten Füchse-Fans weitere gute Chancen in der Startphase. Aber - sie trafen nicht! Rosenheim spielte weitaus effizienter. Jeweils in Überzahl sorgten Wade McLeod (9.) sowie Tyler McNeely (20.) für die 2:0-Führung nach dem ersten Drittel. Zwischendurch hatte Torwart Joe Fallon noch einen Penalty von C.J. Stretch (19.) gehalten. Sieben Sekunden vor der ersten Sirene war er dann aber erneut geschlagen - der zweite Gegentreffer fiel zu einem denkbar ungünstigen Zeitpunkt.

Doch die Füchse kamen mit neuem Mut aus der Kabine. Nach gerade einmal 29 Sekunden verkürzte Neuzugang Kostourek zum 1:2 (21.). Nicht nur in dieser Szene zeigte der Tscheche seine Cleverness - der Torjäger könnte eine echte Verstärkung werden.

Auch in der Folgezeit machte Weißwasser viel Druck und hatte mehrmals die Möglichkeit zum Ausgleich. In der 39. Minute scheiterte Jens Heyer gleich zwei Mal an Herden. Im letzten Drittel machte C.J. Stretch mit dem 3:1 (48.) alles klar für Rosenheim.

Für die Füchse stehen jetzt auf heimischem Eis zwei Schlüsselspiele im Kampf um die Pre-Playoffs auf dem Programm. Am Sonntag geht es gegen den EHC Freiburg (17 Uhr), am Dienstag gegen die Eispiraten Crimmitschau. Die Füchse hoffen, dass ab Sonntag auch Ken Magowan nach überstandener Adduktorenverletzung wieder mitwirken kann. Trainer Paul Gardner müsste nach der Verpflichtung von Kostourek dann einen Ausländer auf die Tribüne setzen.