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| 11:48 Uhr

Handball-Bundesligist weilt im Lübbenauer Trainingslager
Füchse Berlin schwitzen im Pinguin-Pool

 Silvio Heinevetter (M.) steigt in den Pool und versucht, Pinguine zu füttern.
Silvio Heinevetter (M.) steigt in den Pool und versucht, Pinguine zu füttern. FOTO: Spreewelten / STEVEN SCHWERDTNER
Lübbenau. Die Füchse Berlin bereiten sich in Lübbenau auf die neue Saison vor. Der prominente Handball-Bundesligist macht dabei nicht nur Bekanntschaft mit den gefiederten Spreewelten-Stars und „Aufgussmeister René“, sondern am Freitagabend im Testspiel auch mit einer Spreewald-Auswahl. Von Steven Wiesner

Eigentlich haben Pinguine und Füchse nicht das beste Verhältnis. Was auch daran liegt, dass die watscheligen Seevögel auf der Speisekarte von Füchsen auftauchen. Im Spreewelten-Bad weiß man das nur zu gut, nachdem ein hungriger Fuchs vor einem Jahr den Lübbenauer Vorzeige-Pinguin „Flocke“ gerissen und das Lübbenauer Badeparadies somit um eine große Attraktion gebracht hat.

Vielleicht ist es also Ironie des Schicksals, dass die erste prominente Sportmannschaft, die nun seit der Hoteleröffnung im März in den Spreewelten residiert, die Füchse Berlin sind. „Wir können jetzt sagen, dass wir Füchse-getestet sind – nur mal anders“, kann Steven Schwerdter mittlerweile darüber lachen. Der Marketingleiter der Spreewelten ist selbst ein Kind des Handballs und freut sich deshalb umso mehr darüber, dass mit den Füchsen ein namhafter Handball-Bundesligist sein Trainingslager in Lübbenau abhält. Seit ein paar Jahren schon sind die Spreewelten Sponsor beim zweimaligen Vereinsweltmeister.

Trainer Velimir Petkovic hat seinen Kader aber nicht aus der Hauptstadt anreisen lassen, um im Spreewelten-Bad die neuesten Attraktionen auszuprobieren. Seit Montag bereitet er seine Füchse im athletischen Bereich auf die anstrengende Saison vor, die am 25. August mit dem Bundesliga-Auftakt beim SC DHfK Leipzig beginnt, und besser enden soll als die vergangene (Platz sechs).

 Hans Lindberg (oben) und Michael Müller sind im Kissenschlacht-Modus.
Hans Lindberg (oben) und Michael Müller sind im Kissenschlacht-Modus. FOTO: Spreewelten / Steven Schwerdtner

Noch bis Samstag werden dafür in Lübbenau die Grundlagen gelegt, weshalb sich vordergründig Athletiktrainer Carsten Köhrbrück mit den Profis beschäftigte, ein ehemaliger Leichtathlet, der 1990 EM-Silber mit der 4x400 Meter-Staffel gewann und 1992 Olympia-Teilnehmer war.

Im Lübbenauer Pinguin-Pool kamen die Füchse von Petkovic also mächtig ins Schwitzen – nicht zuletzt zum Leidwesen seines Torhüters Silvio Heinevetter. „Die Bedingungen sind top“, sagt der Nationalkeeper zwar. „Aber leider gibt es hier zu viel Wald, sodass die Athletiktrainer geneigt sind, viel mit uns laufen zu gehen.“ Was dazu führte, dass Spaßvogel Heinevetter eines Abends keine Lust mehr auf den Joggingweg vom Hotel zur einen Kilometer entfernten Turnhalle hatte und sich am Heck eines vorbeifahrenden Team-Autos festklammerte.

 Spaßvogel Heinevetter hat genug zum Joggen und eine andere Fortbewegungsvariante gefunden.
Spaßvogel Heinevetter hat genug zum Joggen und eine andere Fortbewegungsvariante gefunden. FOTO: Spreewelten / Steven Schwerdtner

Neben einer Paddeltour über die Spree und einem Fotoshooting mit den Pinguinen machten die Handball-Profis auch Bekanntschaft mit der Lübbenauer Sauna-Landschaft. Heinevetter grinst: „Aufgussmeister René hat hier auch gleich mal einen Hardcore-Aufguss mit uns gemacht. Überraschungsaufguss hat sich der Spaß genannt. Er hat deutsche Rockmusik gespielt, mitgesungen und den Aufguss geknüppelt. Das war schon am Limit.“

Am Freitagabend (18.30 Uhr) aber werden wohl eher die Freizeithandballer der TSG Lübbenau und des HC Spreewald schwitzen. In einem Freundschaftsspiel stellen sie sich dem Berliner Starensemble um Weltmeister Hans Lindberg, Champions-League-Sieger Dejan Milosavljev oder Nationalspieler Paul Drux. „Es ist toll, dass wir unseren Jungs die Möglichkeit geben können, mal gegen solche Spieler zu spielen“, sagt Steven Schwerdtner. „Das wird der eine oder andere sonst nie erleben.“

Auch Paul Drux freut sich auf das Spiel und nach den mühevollen Trainingsstunden der letzten Tage sowieso auf jede Einheit mit dem Ball. „Wir wollen den Leuten ein gutes Spiel bieten. Das haben sie verdient.“ Und am Ende ihres Aufenthalts im Spreewald könnten sie auch gezeigt haben, dass Füchse und Pinguine doch befreundet sein können.

 „Wir wollen den Leuten ein gutes Spiel bieten. Das haben sie verdient“: Nationalspieler Paul Drux.
„Wir wollen den Leuten ein gutes Spiel bieten. Das haben sie verdient“: Nationalspieler Paul Drux. FOTO: Spreewelten / STEVEN SCHWERDTNER
 Im Schatten der Spreewelten-Rutsche trainieren die Füchse um Nationalspieler Fabian Wiede (M.).
Im Schatten der Spreewelten-Rutsche trainieren die Füchse um Nationalspieler Fabian Wiede (M.). FOTO: Spreewelten / STEVEN SCHWERDTNER