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Frühere DFB-Chef Zwanziger scheitert mit seiner Klage

Theo Zwanziger bekommt kein Schmerzensgeld.
Theo Zwanziger bekommt kein Schmerzensgeld. FOTO: dpa
Frankfurt/Main. In der Affäre um die Fußball-WM 2006 ist der frühere DFB-Präsident Theo Zwanziger mit einer Schadenersatzklage gegen das Land Hessen gescheitert. Der 71-Jährige wollte vor dem Landgericht Frankfurt ein Schmerzensgeld von 25 000 Euro erstreiten, weil die Staatsanwaltschaft seiner Meinung nach in den Ermittlungen wegen des Verdachts der schweren Steuerhinterziehung gegen ihn sowie die früheren DFB-Funktionäre Wolfgang Niersbach und Horst R. dpa/noc

Schmidt regelmäßig Informationen an die Medien weitergibt. Der Vorsitzende Richter Christoph Hefter sprach in seiner Urteilsbegründung zwar ebenfalls von einem "Leck" bei der Staatsanwaltschaft. "Die zweite Frage ist aber, ob der Kläger dadurch in seinen Rechten verletzt wird? Das sehen wir nicht so."

Hintergrund des Falles ist die Rückzahlung der 6,7 Millionen Euro an den früheren Adidas-Chef Robert Louis-Dreyfus im April 2005. Der Franzose hatte Franz Beckenbauer als Chef des WM-Organisationskomitees drei Jahre zuvor zehn Millionen Schweizer Franken geliehen, die kurz darauf an eine Firma des damaligen Fifa-Funktionärs Mohamed Bin Hammam weiterflossen. 2005 zahlte der Deutsche Fußball-Bund das Geld über ein Konto des Weltverbandes Fifa an Louis-Dreyfus zurück und tarnte es als Kostenbeitrag zu einer WM-Gala, die später nie stattfand.