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| 02:39 Uhr

Frodenos Mission: Hawaii-Hattrick

Siegesjubel in Kona: Das will Jan Frodeno erneut erleben. "Alles in meinem Kopf ist schon jetzt auf diesen Tag eingestellt", sagt er.
Siegesjubel in Kona: Das will Jan Frodeno erneut erleben. "Alles in meinem Kopf ist schon jetzt auf diesen Tag eingestellt", sagt er. FOTO: dpa
Oceanside. Jan Frodeno startet in die Mission Hawaii-Hattrick. Am 14.Oktober in Kona will der 35-Jährige zum dritten Mal nacheinander die Ironman-Weltmeisterschaft gewinnen. Jens Marx

"Alles in meinem Kopf ist schon jetzt auf diesen Tag eingestellt", sagt Frodeno. "Mein einziges Ziel ist es, Kona zu meistern."

Er ist auf der Suche nach dem perfekten Rennen im Ironman-Mekka. "Gleichzeitig steht natürlich immer die Frage im Raum, ob man auf Hawaii unter acht Stunden gewinnen kann", so Frodeno.

Drei Titel oder mehr in Serie auf Hawaii gelangen Ende der 80er/Anfang der 90er Jahre dem Amerikaner Mark Allen, seitdem versuchten sich alle Eisenmänner vergeblich am Hattrick.

Frodeno ordnet diesem Ziel sportlich in diesem Jahr alles unter, nicht wie 2016, als der gebürtige Kölner unbedingt auch den Weltrekord knacken wollte. Es gelang ihm, für die 3,86 Kilometer Schwimmen, 180 Kilometer auf dem Rad und den abschließenden Marathon (42,195 Kilometer) benötigte Frodeno 7:35:39 Stunden.

Nicht mal drei Monate Erholung blieben ihm nach dem Kraftakt aber nur bis Hawaii. "Das machst du nicht mal nebenbei, dafür bezahlst du in einer Saison", sagte er nun. Noch nie habe er so gelitten, nachdem er auch dort gewonnen und eine deutschen Dreifach-Triumph mit Sebastian Kienle (2.) und Patrick Lange (3.) gekrönt hatte.

Beim ersten Wettkampf seit Hawaii 2016 wird Frodeno von einem anderen deutschen Ausdauerathleten der Spitzenklasse herausgefordert, wenn an diesem Samstag in Oceanside im US-Bundesstaat Kalifornien mit einem 70.3 - der halben Ironman-Distanz - der Startschuss fällt. Der 28-jährige Andreas Dreitz schaffte es im vergangenen Jahr auf den zweiten Platz bei dem Rennen, nur geschlagen von Lionel Sanders. Der Kanadier will auch diesmal wieder aufs Podest.

Dort ganz oben stand auch Frodeno schon, sogar zweimal. 2014 und 2015 gewann er den Ironman 70.3 Oceanside. Und im Gegensatz zu den Jahren vorher überstand der in Australien und Spanien lebende Olympiasieger von 2008 die vergangenen Wochen und Monate unverletzt. "Ich kann mich gar nicht daran erinnern, wann ich das letzte Mal fit im Februar war", sagt er. "Das ist schon mein erster Erfolg so früh in der Saison."

Der ganz große Coup soll dann im Oktober auf Hawaii folgen. Bis dahin will sich Frodeno weiter auf den ultimativen Showdown einstimmen. Geplant sind ein paar weitere Halbdistanz-Rennen, der Ironman am 2. Juli in Klagenfurt sowie möglicherweise ein weiterer 70.3 vor Kona.