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Formel-4-Auftakt für Schumi Junior

180 Journalisten sind beim Formel-4-Auftakt dabei, vor allem wegen Mick Schumacher (16).
180 Journalisten sind beim Formel-4-Auftakt dabei, vor allem wegen Mick Schumacher (16). FOTO: dpa
Berlin. Hochbetrieb in Oschersleben: Mick Schumacher fährt seine ersten Rennen in der Formel 4. Es wird nicht leicht für den Sohn von Formel-1-Rekordchampion Michael Schumacher. Vor dem Auftakt gibt es aber Lob von Vettel. Der ist der Schirmherr der Rennserie. Jens Marx

Das Renndebüt von Mick Schumacher in der neuen ADAC Formel 4 erreicht fast schon Formel-1-Dimensionen. 180 Medienvertreter haben sich für das Auftaktwochenende in Oschersleben angekündigt. Schirmherr der Einsteiger-Rennserie ist der viermalige Formel-1-Champion Sebastian Vettel. "Er macht das alles schon sehr gut und hat viel Spaß daran. Das ist zunächst mal das Wichtigste", sagte Vettel der "Bild".

Sagen wird Mick Schumacher wie schon bei seinem öffentlichen Testauftritt nichts. Der Kart-Vizeweltmeister des vergangenen Jahres soll sich voll und ganz auf die ersten drei Rennen im Formel-Sport an diesem Wochenende in der Motorsport Arena konzentrieren. "Wir dürfen nicht vergessen: Das ist ein junger Kerl, der ist gerade 16 geworden", hatte Sabine Kehm, Managerin von Micks Vater Michael, zuletzt betont. Sie bat um Zurückhaltung und dämpfte die Erwartungen.

Dennoch wird Mick Schumacher, der für das Team Van Amersfoort Racing unter anderem zusammen mit dem Sohn von Formel-1-Designguru Adrian Newey, Harrison Newey, fährt, mehr als jeder andere der maximal 42 Nachwuchspiloten beobachtet werden.

Das große Interesse an ihm sieht der dreimalige Formel-1-Weltmeister Niki Lauda als "riesige Belastung". Gerhard Berger ist indes von Mick Schumacher überzeugt. "Er ist ein ganz guter Kerl, der mit beiden Füßen auf dem Boden steht und Racing in sich hat", sagte der frühere Formel-1-Pilot. "Er macht seinen Weg, ich bin überzeugt, wir werden noch einiges von ihm hören."

Rivale darf noch nicht starten

Wie jung die Piloten sind, die immerhin 160 PS starke Einheitsautos mit bis zu 210 Stundenkilometern steuern, zeigt Mick Schumachers nationaler Kart-Dauerrivale: David Beckmann darf an diesem Wochenende noch nicht starten. Er feiert am Montag seinen 15. Geburtstag und erreicht dann erst das Mindestalter.

Auch Vettel durchlief in seiner fahrerischen Ausbildung die Einstiegsserie des ADAC, damals war das noch Formel BMW. "Ich werde die Meisterschaft mit Spannung verfolgen, die Jungens werden auf hohem Niveau Rennen fahren und ich bin mir sicher, später auch einige in der Formel 1 wiederzusehen", sagte Vettel in einer Mitteilung des ADAC am Donnerstag.

Zur Saison 2003 war der Heppenheimer als 15-Jähriger vom Kart in den Formel-Sport umgestiegen, mit 2004 gewann er bereits überlegen die Gesamtwertung - 18 der 20 Rennen beendete Vettel damals auf Rang eins.

Vettel sah sich zumindest damals aber noch nicht so einem Hype ausgesetzt wie nun Mick Schumacher, dessen Vater sich weiterhin von seinem Skiunfall am 29. Dezember in Méribel erholt. Der 46-Jährige setzt seit September vergangenen Jahres seine Rehabilitation zu Hause am Genfer See fort, Details über seinen Zustand sind nicht bekannt.

Trainingsfahrten am Freitag

Schon bei den Testfahrten auf dem Kurs bei Magdeburg stand sein Sohn im Fokus. Ändern wird sich das auch an diesem Freitag nicht, wenn die ersten Freien Trainingsfahrten und die Qualifikation steigen, geschweige denn bei den Rennen am Samstag und Sonntag.