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Formel 1-Duell der Gegensätze

Monte Carlo. Die Shownummern im Formel-1-Titelkampf überlässt Sebastian Vettel auch in Monaco seinem Rivalen Lewis Hamilton. Wie ein Kurierfahrer radelt der deutsche WM-Spitzenreiter mit Helm und Rucksack in Monte Carlo zur Ferrari-Garage, während Hamilton in zerrissenen Jeans mit einem aufgemotzten Motorrad in die Boxengasse donnert. dpa/sh

Eine Momentaufnahme an der Hafenkante, die das Duell der Gegensätze um die Krone der Königsklasse illustriert. "Wir haben eine gemeinsame Leidenschaft, das ist das Rennfahren. Ansonsten sind wir sehr verschieden", sagt Vettel.

So nah wie sich die beiden Ausnahmepiloten zuletzt beim packenden Rennen in Barcelona kamen, so wenig teilen die beiden abseits der Strecke. Vettel lebt zurückgezogen auf einem Bauernhof in der Schweiz, hat mit Lebensgefährtin Hanna inzwischen zwei Kinder und meidet außerhalb seiner Formel-1-Dienstzeit das Rampenlicht. Hamilton ist ein Jetsetter, der nach seiner stürmischen Beziehung mit Popsternchen Nicole Scherzinger das Singleleben voll auskostet, rastlos auf der Suche nach dem nächsten Intensiv-Erlebnis.

Ein Zweikampf der großen Marken Ferrari und Mercedes, eine Kraftprobe von zwei herausragenden und zugleich so unterschiedlichen Fahrern aus Ländern mit großer Motorsport-Tradition - der Formel 1 konnte kaum etwas Besseres passieren. Mercedes-Teamchef Toto Wolff schwärmt bereits: "In dieser Saison habe ich wiederentdeckt, warum ich diesen Sport so sehr liebe."