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Fiesta statt Siesta im Glutofen von Leipzig

La Olá auf den Rängen, Fiesta statt Siesta auf dem Platz: Mit einem beeindruckenden 4:0 (2:0)-Sieg gegen die Ukraine ist im „Glutofen“ Leipziger Zentralstadion gestern Spanien in die WM gestartet. Mit einem Doppelschlag in der ersten Halbzeit brachten Xabi Alonso (13. Aus Leipzig berichtet Thomas Juschus

) und David Villa (17.) ihr Team im Topspiel der Gruppe H früh auf die Siegerstraße. Villa (48.) erhöhte mit dem ersten Foulelfmeter der WM auf 3:0. Zuvor hatte Wladislaw Waschtschuk nach einer Notbremse die erste Rote Karte des Turniers gesehen. Fernando Torres (81.) machte das Desaster für WM-Neuling Ukr aine perfekt.
Die unter Trainer Luis Aragones seit nunmehr 23 Länderspielen ungeschlagenen Spanier können angesichts der vermeintlich leichteren Gruppengegner Tunesien und Saudi -Arabien jetzt schon für das Achtelfinale planen. Gleichzeitig haben sich die Iberer, bei denen Superstar Raul von Real Madrid bei Spielbeginn nur auf der Bank saß, in den Kreis der Favoriten gespielt. Spielstark und kombinationssicher, zweikampfstark und torgefährlich präsentierten sich die Spanier, die auf der Tribüne im zum zweiten Mal mit 43 000 Zuschauern ausverkauften Zentralstadion von Kronprinz Felipe und seiner Gemahlin Letizia unterstützt wurden.
Die Ukrainer, die ihr WM-Hauptquartier im Seminaris-Seehotel in Potsdam bezogen haben, traten mit Andrej Schewtschenko an. Der Stürmerstar vom AC Mailand, dessen Einsatz wegen seiner langwierigen Knieverletzung bis zuletzt fraglich gewesen war, spielte jedoch keine Rolle und hatte erst in der Nachspielzeit seine einzige Chance.
Trotz der Hitze von 30 Grad legten die Spanier ein hohes Tempo vor und brachten die als defensivstark eingeschätzten Ukrainer immer wieder in Verlegenheit. Die Ukrainer fanden keine Mittel. Zwei Minuten nach dem Wechsel fiel dann die Entscheidung. Nach einem Zweikampf von Waschtschuk gegen Torres fiel der im Strafraum. Der Schweizer Unparteiische Massimo Busacca erkannte auf Elfmeter und zeigte dem Sünder die Rote Karte - eine zu harte und falsche Entscheidung. Villa ließ sich die Chancen nicht entgehen und traf zum 3:0 (48.). Neun Minuten vor dem Ende machte Fernando Torres nach einer glänzenden Kombination das 4:0 und sorgte für Feierlaune bei den Spaniern auf dem Platz und auf den Rängen für Partystimmung.
Spanien: Casillas - Sergio Ramos, Pablo, Puyol, Pernía - Marcos Senna, Xabi Alonso (55. Albelda), Xavi - Luis Garcia (77. Fábregas), Villa (55. Raúl), Torres.
Ukraine: Schowkowski - Jeserski, Russol, Waschtschuk, Nesmatschni - Gussew (46. Worobej), Timostschuk, Gussin (46. Schelajew), Rotan (64. Rebrow) - Woronin, Schewtschenko.
Schiedsrichter: Busacca (Schweiz); Zuschauer: 43 000 (ausverkauft); Tore: 1:0 Xabi Alonso (13.), 2:0 Villa (17.), 3:0 Villa (48./Foulelfmeter), 4:0 Torres (81.); Gelbe Karten: - / Russol, Jeserski; Rote Karte: - / Waschtschuk (47./Notbremse).