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| 01:52 Uhr

Federer beendet in Paris Djokovic-Serie

Paris. Roger Federer hat die Siegesserie von Novak Djokovic beendet und bei den French Open zum fünften Mal in seiner Karriere das Finale erreicht. Der Schweizer setzte sich am Freitagabend in einem hochklassigen Tennis-Halbfinale gegen den Serben mit 7:6 (7:5), 6:3, 3:6, 7:6 (7:5) durch und trifft im Endspiel von Paris am Sonntag auf Rafael Nadal – bereits zum dritten Mal. Von Lars Reinefeld

Das spanische Geburtstagskind hatte zuvor den Briten Andy Murray mit 6:4, 7:5, 6:4 ausgeschaltet. Für Djokovic war es die erste Niederlage in diesem Jahr nach zuvor 41 Siegen. Damit verpasste der 24-Jährige den Startrekord von John McEnroe aus dem Jahr 1984. Zudem schaffte er es nicht, Nadal als Nummer eins abzulösen.

Nach 3:39 Stunden verwandelte Federer seinen dritten Matchball mit einem Ass und schrie danach seine Freude in den schon dunklen Pariser Abendhimmel. Auch seine bis Freitagabend letzte Niederlage hatte Djokovic beim Masters-Finale in London im November 2010 gegen Federer kassiert.

Der Super-Freitag in Roland Garros hielt mit zwei Weltklasse-Halbfinals, was er versprochen hatte. Vor allem Federer und Djokovic zeigten Tennis auf allerhöchstem Niveau, das die Zuschauer auf dem Court Philippe Chatrier immer wieder von ihren Sitzen riss. Lautstark feuerten die Franzosen den in Paris extrem populären Federer mit "Roger, Roger"-Sprechchören an. Die serbische Fan-Kolonie konterte mit "Novak, Novak"-Schlachtrufen.

Der Schweizer, der die bisherigen drei Partien 2011 allesamt verloren hatte, nahm dem Serben gleich den Aufschlag ab. Doch Djokovic ließ sich nicht beunruhigen und konterte prompt mit einem Re-Break. Bei 5:4 schien das Pendel zugunsten von Djokovic auszuschlagen. Aber Federer wehrte zwei Breakbälle ab und glich zum 5:5 aus. Die Entscheidung im ersten Satz musste folgerichtig im Tie Break fallen, den Federer nach 70 Minuten mit 7:5 für sich entschied.

Djokovic zeigte sich sichtlich beeindruckt von der Galavorstellung des Schweizers. Das unbändige Selbstvertrauen des Australian-Open-Champions hatte deutlich gelitten. Federer gewann den zweiten Satz mit 6:3.

Doch Djokovic hatte seinen Traum vom Platz eins in der Welt noch nicht aufgegeben. Der Davis-Cup-Sieger nahm Federer zu Beginn des dritten Abschnitts den Aufschlag ab und verkürzte mit einem Ass auf 1:2-Sätze. Im vierten Abschnitt ging der Weltklasse-Schlagabtausch weiter. Zum 5:4 schaffte Djokovic das Break und schien eine Verlängerung am Samstag zu erreichen. Doch Federer konterte erneut und entschied die Partie schließlich im Tie Break für sich.