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| 02:41 Uhr

FC Energie verzichtet auf Test beim HSV

Cottbus. Der Cottbuser Kader ist zu klein für die Partie bei der Regionalliga-Reserve des Erstligisten. Jenas Spiel wurde ebenfalls abgesagt. Jan Lehmann

Nach der witterungsbedingten Absage des Regionalliga-Spiels des FC Energie Cottbus bei Viktoria Berlin haben die Lausitzer kurzfristig auch ein mögliches Testspiel bei der Reserve beim Hamburger SV abgesagt. Die Mannschaft von Trainer Claus-Dieter Wollitz hätte am Freitag beim Regionalliga-Team des Erstliga-Dinos antreten können.

Doch der Cottbuser Kader war für dieses Unterfangen zu klein, weil mit Matti Kamenz, Malte Karbstein und Gabriel Boakye drei Spieler am Samstag bei der U19 gegen Dynamo Dresden wichtige Punkte in der A-Junioren-Bundesliga sichern sollen. Trainer Claus-Dieter Wollitz wäre das Risiko für ein Spiel in Hamburg zu groß gewesen. Er sagt: "Wir hätten nur zwölf Spieler für die Partie gehabt und dieses Freundschaftsspiel nicht so gewährleisten können, wie sich das gehört."

Ein mögliches Testspiel in Cottbus gegen den Oberligisten FC Strausberg sei kurzfristig auch nicht zustande gekommen, hieß es. Stattdessen wird nun beim FCE trainiert - und der aufgrund der gefrorenen Plätze zusammengeschmolzene Regionalliga-Spieltag aus der Ferne beobachtet. An diesem Wochenende muss der FCE beispielsweise zuschauen, wie Meisterschaftskonkurrent Berliner AK beim ZFC Meuselwitz antritt und den Abstand auf die Cottbuser wieder verringern könnte. Andererseits: Der BAK hat ohnehin schon zwei Spiele weniger als Energie absolviert.

Das für Samstag geplante Spiel von Spitzenreiter Carl Zeiss Jena beim SV Babelsberg wurde hingegen am Freitagvormittag abgesagt. Trotz aller Bemühungen sei der Platz nicht bespielbar, teilten die Babelsberger mit. Da hatte Energie mit der frühen Absage der Begegnung in Berlin zumindest mehr Planungssicherheit als die Konkurrenz aus Thüringen.

Trainer Wollitz plädiert weiter dafür, dass der Nordostdeutsche Fußballverband (NOFV) im Fall von gehäuften Absagen einen kompletten Spieltag streicht. "Ich denke es ist möglich und wäre für alle fairer", so Wollitz.

Spielbetriebs-Leiter Wilfried Riemer betont aber, dass jedes ausgefallene Spiel die Situation verkompliziere. Er sagt: "Wir müssen die Saison bis zum 20. Mai beenden, weil danach die Relegationsspiele terminiert sind. Die wird der DFB nicht verschieben." Das bedeute für Energie und die Konkurrenz englische Wochen im März. Allerdings haben es die Cottbuser da noch bessere als die meisten anderen Clubs. Babelsberg beispielsweise hat sein letztes Pflichtspiel am 11. Dezember absolviert und muss bereits vier Spiele nachholen.

Zum Thema:
Das ausgefallene Spiel von Energie Cottbus bei RB Leipzig II könnte am Mittwoch, dem 8. März stattfinden. Laut Spielbetriebs-Leiter Wilfried Riemer gibt es von beiden Clubs eine Absprache für diesen Termin. Allerdings bestünde noch Gesprächsbedarf, so Riemer. Schon um die ursprünglich angesetzte Partie Anfang Februar hatte es Diskussionen gegeben. Die Anstoßzeit an einem Donnerstagnachmittag um 13.30 Uhr hatte die Cottbuser Fans verärgert. Die Leipziger Polizei hatte ihr Veto gegen ein Spiel am Wochenende eingelegt.