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| 01:04 Uhr

FC Energie stürmt – aber Fürth gewinnt

Energie Cottbus bleibt im Monat November ohne einen einzigen Sieg in der 2. Bundesliga. Trotz viel Mut zur Offensive vor allem in der zweiten Halbzeit unterlagen die Lausitzer gestern Abend der SpVgg Greuther Fürth mit 1:2 (1:1) und verpassten damit den Sprung zurück auf die Aufstiegsplätze. Nach nur zwei Remis und zwei Niederlagen in den letzten vier Partien liegen die Rot-Weißen jetzt auf Rang vier. Von FRANK NOACK

Hans Henrik Andreasen brachte die Gäste aus Franken in der 31. Minute per Kopf in Führung. Unmittelbar vor dem Pausenpfiff markierte Sergiu Radu den zwischenzeitlichen Ausgleich zum 1:1 (45.). In der zweiten Halbzeit verstärkten die Gastgeber ihre Offensivbemühungen, wurden aber in der Abwehr anfällig. Christian Eigler traf in der temposcharfen Partie nach 69 Minuten zum 2:1 und besiegelte damit die zweite Heimniederlage des FCE in der laufenden Saison.
Beide Mannschaften boten den erwarteten Offensiv-Fußball, wobei Fürth in der ersten Halbzeit die besseren Torchancen hatte. Nach zwölf Minuten köpfte Michael Timm völlig freistehend neben den Cottbuser Kasten. Auch bei einem Schuss von Roberto Hilbert hatte der FCE gehöriges Glück. Die Gastgeber verzeichneten ihre beste Phase zwischen der 15. und 30. Minute. Viele gut gemeinte Aktionen wurden allerdings durch Ungenauigkeiten im Aufbauspiel zunichte gemacht. Deshalb war die Fürther Führung nach einer halben Stunde durch Hans Henrik Andreasen, der höher als Sebastian Schuppan sprang, durchaus verdient. Mit „Aufwachen, aufwachen“ -Rufen munterten die Energie-Fans ihre Mannschaft auf. Pech hatten die Rot-Weißen in der 39. Minute, als Francis Kioyo im Strafraum von Andre Mijatovic festgehalten wurde - Schiri Michael Weiner aus Giesen entschied jedoch auf Freistoß für Fürth. Um so schöner war dann der Ausgleich anzusehen. Francis Kioyo spielte seinen Sturmpartner Sergiu Radu frei, der mit einem straffen Schuss vollendete.
In der Pause stellte Teammanager Petrik Sander die personellen Weichen unmissverständlich auf Offensive. Er brachte mit Martin Hysky einen neuen Mann für die Innenverteidigung, so dass Kevin McKenna ab der 46. Minute in den Angriff rückte. Zudem sollte Markus Dworrak, der den glücklosen Sidney ersetzte, das Spiel nach vorn beleben. Sanders Konzept zeigte deutliche Wirkung, denn Energie war nun tonangebend. In der 60. Minute verschoss Gregg Berhalter einen Elfmeter. Sein Ball landete an der Latte des Fürther Tores. Zuvor hatte Andre Mijatovic im Strafraum Kevin McKenna zu Fall gebracht. Es war ein Elfer, den man geben kann, aber nicht muss.
Die Gäste konnten jetzt nur noch sporadische Konter setzen. Aber die waren kreuzgefährlich. Nach 67 Minuten verzog Danny Fuchs aus verheißungsvoller Position. Kurze Zeit später nutzte Christian Eigler eine Unaufmerksamkeit des FCE aus Nahdistanz zum 2:1 für die Gäste.
Cottbus musste nun noch mehr die Abwehr entblößen. Die freien Räume nutzte Fürth und stand mehrmals kurz vor dem dritten Treffer. Aber weder Thomas Kleine (76.) noch Roberto Hilbert (86.) waren erfolgreich. Auf der anderen Seite lief dem Team von Petrik Sander die Zeit davon.
Bitter für Energie: Nach der fünften gelben Karte muss Francis Kioyo beim Ostderby gegen Dynamo Dresden am kommenden Montag zuschauen. Noch bitterer ist, dass der Kameruner in dem betreffenden Zweikampf selbst gefoult wurde. Schiri Weiner bewertete die Situation allerdings anders. Es war nicht sein einziger Fehler.