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Fans pfeifen Dynamo aus: "Vollkommen in Ordnung"

Dresden. Die Pfiffe waren nicht mehr zu überhören. "Natürlich kann ich Fans verstehen, die ein Stück weit unzufrieden sind. dpa/noc

Ich würde auch gern pfeifen", sagte Innenverteidiger Florian Ballas. 0:2 unterlagen er und seine Mitspieler der SG Dynamo Dresden am Mittwochabend daheim der Bielefelder Arminia. Es war das dritte sieglose Heimspiel und die zweite Niederlage im DDV-Stadion.

Dynamo enttäuscht erneut dort, wo in der vergangenen Spielzeit rauschende Fußball-Feste gefeiert wurden und mit dem eigenen Anhang im Rücken gefühlt noch jeder Rückstand gedreht werden konnte. Kapitän Marco Hartmann bemängelte nach der dritten Saisonniederlage in der zweiten Liga die fehlende Einstellung nach einem Rückstand. "Da erwarte ich in den kommenden Wochen einfach mehr Power. Ein 0:1 hier in dem Stadion ist Nichts. Das muss man verinnerlichen, hier so ein Spiel noch drehen zu können", sagte er und gewann der Reaktion der Anhänger sogar etwas Positives ab: "Vollkommen in Ordnung, vielleicht hilft es ja dem ein oder anderen. Wir müssen im Kopf den Glauben gewinnen, weil du es zuerst auf dem Platz zeigen musst. Dann leben es die Leute draußen wieder mit."

In vier Versuchen gab es für Dresden zu Hause bisher nur einen Sieg, ein 1:0 am ersten Spieltag gegen Aufsteiger MSV Duisburg. Zusammen mit dem 2:0-Auswärtserfolg gegen den zweiten Aufsteiger Jahn Regensburg stehen zwei Siege zu Buche. Beide auch die einzigen Partien, die ohne Gegentor beendet werden konnten.

Zwölf waren es in bisher sieben Liga-Partien. Besonders auffällig dabei: Vor allem in der Schlussphase, eine Viertelstunde vor Abpfiff, kassiert die Elf von Uwe Neuhaus vermeidbare Gegentore aufgrund von individuellen Fehlern. So wie Sören Gonthers missglückte Kopfballrückgabe in der 80. Minute, die zum 0:1 gegen Bielefeld führte. "Ich kann es im Moment nicht erklären", sagte Neuhaus: "An der Mentalität würde ich das nicht festmachen."