| 02:44 Uhr

Ex-Torjäger Labbadia löst bei HSV die Ladehemmung

Hamburg. Der jubelnde Bruno Labbadia sprang am Spielfeldrand sogar höher als Matchwinner Pierre-Michel Lasogga nach dem Hammertor zum 3:2 (2:1) gegen den FC Augsburg. Der Trainer und Ex-Torjäger litt bei seiner Heimpremiere mit dem Sorgenprofi des Hamburger SV, der mit seinem fünften Bundesliga-Doppelpack (19. dpa/sh

/71.) an die Rettungstat in der Relegation des Vorjahres erinnerte. "Einfach geil, es gibt nichts Schöneres auf der Welt, wenn die Leute deinen Namen rufen", sagte Lasogga. Er trifft wieder - und der HSV siegt wieder. Den letzten Platz ist der Abstiegskandidat zumindest für eine Woche los.

Labbadia packte nach dem emotionalen Spielverlauf Lasoggas Kopf und drückte ihn an seine Stirn. Das war Lob und Beschwörung zugleich. "Für einen Stürmer ist es immer gut zu wissen, dass der Trainer hinter einem steht. Er hat das von der ersten Minute an getan. Mit den Toren konnte ich ihm einiges zurückgeben", betonte Lasogga nach seinem erst vierten Saisontreffer. Nothelfer Labbadia fand den Motivationsschlüssel für den oft ungelenk wirkenden Hünen. "Er braucht Unterstützung", beteuerte Labbadia. Während Lasogga einfach nur strahlte, war Labbadia die Schwerstarbeit der vergangenen zwei Wochen anzusehen. Abgekämpft und schweißgebadet erschien der 49-Jährige zur Pressekonferenz. "Vier wichtige Wochen stehen noch vor uns. Wenn wir genauso spielen und alles reinhauen, bleiben wir drin", meinte Lasogga.