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| 16:47 Uhr

DTM-Wochenende
Erneutes Bekenntnis zu Motorsport auf dem Lausitzring

Die DTM ist am Wochenende auf dem Lausitzring zu Gast. mehr Motorsport soll folgen.
Die DTM ist am Wochenende auf dem Lausitzring zu Gast. mehr Motorsport soll folgen. FOTO: dpa / Bernd Settnik
Klettwitz . Als die Prüfgesellschaft Dekra den Lausitzring übernahm, befürchteten viele Fans ein Ende des Motorsports. Doch danach sieht es nicht aus.

Motorsport kann es voraussichtlich auch in den nächsten Jahren auf dem an die Prüfgesellschaft Dekra verkauften Lausitzring geben. Das Betriebskonzept sehe vor, dass unter der Woche Prüf- und Testbetrieb im Kundenauftrag läuft und an Wochenenden Zeit für externe Veranstaltungen ist, teilte Dekra auf Anfrage mit. An diesem Pfingstwochenende gastiert zum Beispiel wieder die Deutsche Tourenwagen Masters (DTM) in Klettwitz (Oberspreewald-Lausitz).

Es seien in den Bereichen Motorsport, Fahrtrainings und -events Pkw, Fahrtrainings und -events Motorrad sowie sonstige Events jeweils acht Wochenenden vorgesehen, hieß es bei der Prüfgesellschaft zum Betriebskonzept. Die Verträge werden demnach jeweils Jahr für Jahr geschlossen. „In diesem Rahmen wird der Lausitzring auch in kommenden Jahren an den Wochenenden für Veranstaltungen zur Verfügung stehen“, hieß es. Dekra ist nicht selbst Veranstalter von Events, bietet das aber Dritten an.

Zum 1. November 2017 hatte die Prüfgesellschaft das Rennstreckenareal übernommen. Der Verkauf kam zu einer Zeit, als sich ein Sanierungsstau im Millionenbereich angedeutet hatte. Der Lausitzring war im Jahr 2000 auf einer ehemaligen Tagebaufläche eröffnet worden. Er war ein Prestigeobjekt für Brandenburg, gebaut mit vielen Millionen Euro an Fördermitteln. Doch aus dem Traum, vielleicht sogar die Formel 1 in die Lausitz zu holen, wurde nichts. Zuletzt hatte es dem Vernehmen nach ein solides Geschäft gegeben. Doch das Areal hätte an vielen Stellen erneuert werden müssen.

Die Prüfgesellschaft, die in der Nähe schon ein Testcenter betreibt, will auf dem Areal das nach eigenen Angaben größte Testzentrum Europas für automatisiertes Fahren schaffen.

Bereits heute könnten rund 60 Prozent der insgesamt geplanten Test-Szenarien ohne Umbaumaßnahmen abgedeckt werden, hieß es. Der Kundenbetrieb laufe schon seit längerem. Derzeit laufe auch die Planungs- und Genehmigungsphase für den Umbau.

(dpa/bob)