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Erneut Ermittlungen gegen BVB-Profi Reus

Marco Reus auf dem Beifahrersitz. Am Steuer soll er häufiger als bislang bekannt ohne Führerschein gesessen haben.
Marco Reus auf dem Beifahrersitz. Am Steuer soll er häufiger als bislang bekannt ohne Führerschein gesessen haben. FOTO: dpa
Dortmund. Fußball-Nationalspieler Marco Reus ist nach seinen Autofahrten ohne Fahr erlaubnis wieder ins Visier der Staatsanwaltschaft geraten. Es werde geprüft, ob der 25 Jahre alte Profi von Borussia Dortmund noch häufiger als bislang bekannt ohne Fahrerlaubnis am Steuer gesessen hatte, sagte eine Sprecherin der Staatsanwaltschaft am Dienstag. dpa/jam

Zuvor hatten mehrere Medien darüber berichtet.

Reus hatte vergangenes Jahr wegen Fahrens ohne Fahrerlaubnis in sechs Fällen einen Strafbefehl in Höhe von 540 000 Euro erhalten. Weitere Konsequenzen für Reus sind abhängig von der Zahl der Fahrten, die ihm am Ende der Ermittlungen vorgeworfen werden. Eng wird es für ihn, wenn die Ermittler ihm viele illegale Fahrten vorwerfen und es zu einer Anklage kommt. "Dann ist es möglich, dass Marco Reus eine höhere Strafe erwartet, nach der er als vorbestraft gilt. Das kann eine Geldstrafe sein, die über 90 Tagessätze liegt", sagt die Kölner Strafrechtsexpertin Simone Lersch.

Reus könnte aber auch ohne weitere Strafe bleiben. "Wenn es sich nur um wenige Fahrten handelt, die gegenüber den bereits abgeurteilten sechs Taten nicht ins Gewicht fallen, kann die Staatsanwaltschaft die Ermittlungen einstellen", sagt die ehemalige Staatsanwältin.

Die Strafe in Höhe von 90 Tagessätzen war im Dezember rechtskräftig geworden. Bei 91 Tagessätzen gilt man als vorbestraft. Damit war dieses Verfahren abgeschlossen.

Es hätten sich daraufhin zahlreiche Zeugen gemeldet, die den Dortmunder Profi auch an weiteren Tagen hinter dem Steuer eines Autos gesehen haben wollen, sagte die Sprecherin. Die Angaben dieser Zeugen bezogen sich demnach auf mehrere Jahre.

Der BVB hatte sich in der Führerschein-Affäre stets solidarisch mit Reus verhalten.