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Bahnrad-EM
Cottbuser Eric Engler rast knapp am Podium vorbei

Eric Engler vom RSC Cottbus.
Eric Engler vom RSC Cottbus. FOTO: Frank Hammerschmidt / Hammerschmidt Frank
Berlin. Der Cottbuser Eric Engler ist bei der Bahnrad-EM in Berlin im Zeitfahren über 1000 Meter knapp am Podium vorbeigerast. Seine Bilanz fällt trotzdem positiv aus. Denn eine Krankheit hatte ihn zurückgeworfen. Von Frank Noack

Seine Silbermedaille aus dem Vorjahr konnte Eric Engler vom RSC Cottbus zwar nicht verteidigen und auch am Podium raste der 26-Jährige diesmal knapp vorbei – trotzdem war er mit Platz vier im 1000-Meter-Zeitfahren bei der Bahnrad-Europameisterschaft nicht unzufrieden. „Klar, der 4. Platz ist immer undankbar. Aber angesichts meiner Krankheit im Vorfeld der EM waren die Zeiten in der Qualifikation und auch im Finale in Ordnung. Mehr ist im Moment nicht drin“, erklärte Engler am Samstagabend in Berlin.

Joachim Eilers aus Chemnitz sorgte vor 2920 Zuschauern im Velodrom - darunter auch Doppel-Weltmeister Jens Glücklich aus Cottbus - auf als Zweiter für eine Silbermedaille. Der Weltmeister von 2016 erreichte eine Zeit von 1:00,733 Minuten und musste sich damit nur knapp dem Niederländer Jeffrey Hoogland (1:00,700) geschlagen geben. Platz drei ging an den Franzosen Quentin Lafargue (1:00,906). Eric Engler kam nach in 1:01,430 Minuten ins Ziel. In der Qualifikation am Samstagnachmittag war der Cottbuser auf Rang fünf gefahren (1:01,289).

Allerdings hatte Engler im Vorfeld der EM mit einem Magen-Darm-Virus zu kämpfen, der ihn zurückwarf. Im Sprint kam am Freitag schon in der 1. Runde das Aus. Engler erklärte anschließend: „Am Donnerstag war vom Training her eigentlich ein guter Tag, sodass ich recht optimistisch war. Aber im Wettkampf ging es dann wieder nicht ganz so rund. Mal geht es, mal geht es nicht. Es ist derzeit viel Lotterie und Kampf. Die letzten Wochen haben Kraft gekostet.“

Im Zeitfahren am Samstagabend erwischte er wieder einen der besseren Tage. „Es lief eigentlich gut. Ich hatte ordentlich Druck auf der Pedale. Trotzdem muss man anerkennen, dass die drei Jungs vor mir einfach schneller waren.“

Über weitere Wettkämpfe will Engler nun seine körperliche Verfassung in den nächsten Wochen stabilisieren „und wieder zu der Form kommen, die ich vorher hatte. Ich war auf einem guten Weg. Die Krankheit hat mich schon zurückgeworfen“.

In zwei Wochen geht er beim Weltcup in Pruszkow im Sprint und im Teamsprint an den Start. Danach folgt für Engler noch der Weltcup in Manchester.

Joachim Eilers freute sich dagegen über seinen 2. Platz: „Ich habe nicht Gold verloren, sondern Silber gewonnen, auch wenn es am Ende ziemlich knapp war und ich meinen Fans aus Chemnitz hier gern den Sieg geschenkt hätte. Die 33 Tausendstel sind schon ärgerlich. Aber nachdem die Qualifikation nicht optimal gelaufen ist, musste ich auch im Finale hart kämpfen.“

Joachim Eilers jubelt über Silber.
Joachim Eilers jubelt über Silber. FOTO: Frank Hammerschmidt / Hammerschmidt Frank