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| 01:03 Uhr

Energie wirft sich selbst aus dem DFB-Pokal

Schade, FCE! Diese Niederlage musste nun wirklich nicht sein. Mit schweren individuellen Fehlern warfen sich die Lausitzer gestern Abend beim 1:2 (1:1) gegen Arminia Bielefeld praktisch selbst aus dem DFB-Pokal. Die über weite Strecken couragierte Vorstellung des Tabellenzweiten der 2. Liga wurde vor 9039 Zuschauern in der Schüco- Arena am Ende nicht belohnt. Aus Bielefeld berichtet <br> Frank Noack

Nutznießer der Cottbuser Fehler war jeweils Bielefelds Marco Küntzel, der in der 23. und 56. Minute erfolgreich war. Daniel Gomez hatte die Gäste bereits nach neun Minuten in Führung geschossen. Am Ende setzte sich der Erstligist durch, weil die Arminia sich als das effektivere Team erwies. Von einem Klassenunterschied gegen den Bundesliga-11. war dennoch nicht viel zu sehen. Die Gäste versteckten sich trotz hitziger Atmosphäre nicht und spielten mutig nach vorn.
Beim FCE kehrte der zuletzt wegen einer Zerrung pausierende Francis Kioyo in die Anfangsformation zurück. Kevin McKenna rückte aus dem Sturm wieder in die Innenverteidigung. Der für drei Pokalspiele gesperrte Timo Rost wurde im zentralen Mittelfeld durch Vragel da Silva ersetzt.
Trotz dieser leichten Änderung in der taktischen Grundordnung standen die Lausitzer in der Abwehr zunächst sehr sicher. Praktisch mit der ersten Torgelegenheit kam Energie zur Führung. Daniel Gomez erkämpfte sich im Mittelfeld den Ball und wurde anschließend von Francis Kioyo und Markus Dworrak freigespielt. Der Schlenzer des Franzosen passte genau ins lange Eck. Mit der Führung im Rücken versuchte Cottbus, durch ruhige Kombinationen das Tempo aus dem Spiel zu nehmen. Aufregung gab es in der 15. Minute, als sich der Bielefelder Sibusiso Zuma im Strafraum fallen ließ und vehement einen Strafstoß einforderte. Danach wurde die Arminia stärker. Dennoch war der 1:1-Ausgleich völlig überflüssig. Nach einem abgefälschten Ball waren sich Gregg Berhalter und Tomislav Piplica nicht einig - Marco Küntzel nutzte diesen Fauxpas per Kopf dankend aus. In der 30. Minute drohte di e Partie kurzzeitig zu eskalieren, als Vragel da Silva im Mittelfeld hart gegen Marco Küntzel einstieg. Schiri Markus Schmidt beließ es bei einer Verwarnung und zog seine ruhige Linie trotz der hektischen Atmosphäre weiter konsequent durch. Energie konnte sich bis zur Pause nur sporadisch durch lang geschlagene Bälle aus der Defensive befreien.
Unmittelbar nach Wiederbeginn hatten die Rot-Weißen dann Riesenpech. Nach einer Flanke von Lawrence Aidoo traf Sergiu Radu aus spitzem Winkel nur den Pfosten. Praktisch im Gegenzug fiel die Bielefelder Führung. Beim Flachschuss von Marco Küntzel kam Torhüter Tomislav Piplica nicht mehr rechtzeitig ins bedrohte Eck, obwohl der Ball nicht unhaltbar erschien. Nun mussten die Gäste zwangsläufig mehr die Offensive suchen. Mit Sebastian Schuppan für Markus Dworrak und Lars Jungnickel für Daniel Gomez brachte Team-Manager Petrik Sander außerdem frischen Wind in den Angriff. Auch Kevin McKenna schaltete sich immer wieder in die Angriffe ein. Trotz optischer Überlegenheit konnte sich Energie in der Schlussphase jedoch kaum Torchancen erspielen. Die beste Möglichkeit hatte Gregg Berhalter in der 90. Minute. Aber sein Kopfball ging knapp über das Tor.