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Elegante Künstler auf Rädern

Ästhetische Küren und eindrucksvolle Kunststücke können zur Ostdeutschen Meisterschaft im Kunst- und Einradfahren in Großkoschen bestaunt werden.
Ästhetische Küren und eindrucksvolle Kunststücke können zur Ostdeutschen Meisterschaft im Kunst- und Einradfahren in Großkoschen bestaunt werden. FOTO: dpa
Großkoschen. Der Radsport hat in der Lausitz eine lange Tradition. Dass es dabei nicht nur auf Schnelligkeit ankommt, davon können sich Radsportbegeisterte am Samstag, 17. Juni, in der Seesporthalle Großkoschen überzeugen. Anja Brautschek

Zur 27. Ostdeutschen Meisterschaft (ODM) im Kunstrad- und Einradfahren werden eindrucksvolle Tricks und synchrone Küren zu sehen sein. Dabei treten die besten Sportler aus Brandenburg, Sachsen, Sachsen-Anhalt, Berlin, Mecklenburg-Vorpommern und Thüringen an.

Mehr als 200 Starter aus 25 Vereinen werden erwartet. Von den Schülern der U 11, Junioren bis zu erwachsenen Elitesportlern ist ein breites Teilnehmerfeld dabei, das eindrucksvolle Übungen im Einer-, Zweier-, Vierer- und Sechser-Kunstrad- und Einerfahren verspricht. Auch die Region ist gut vertreten. Vom gastgebenden RFV 1900 Wiednitz haben sich acht Sportler, vom LRV Cottbus zwei qualifiziert. "Unser Kunstrad-Vierer ist im vergangenen Jahr deutscher Vizemeister geworden. Ich denke, die haben sehr gute Chancen auf den ersten Platz", sagt Sven Müller vom RFV-Vorstand. Gleich 17 Sportler kommen vom SV Grün-Weiß Märkisch Buchholz.

Koordination, Gleichgewicht, Kraft und Ausdauer werden von den Sportlern abverlangt. Bei den Gruppenstartern kommt es insbesondere auf Synchronität an. Dabei werden die Creme de la Creme der akrobatischen Tricks zu sehen sein. "Für diejenigen, die Kunstradfahren noch nicht kennen, ist es eine tolle Gelegenheit, um zu sehen, was man mit einem Fahrrad alles machen kann." Egal ob rückwärts, freihändig oder auf einem Rad - jede Bewegung zeugt von Eleganz und Ästhetik. "Die Schwierigkeit besteht besonders darin, das über Jahre Erarbeitete in fünf Minuten Kür abzurufen. Ein Fehler kann schon entscheidend sein und die Sportler aus dem Konzept bringen", erklärt Sven Müller.

Erstmals wird die Ostdeutsche Meisterschaft als brandenburgisch-sächsische Co-Produktion organisiert. Ausrichter ist der sächsische Radfahrverein 1900 Wiednitz. Da es dort keine wettkampfgeeigneten Hallen gibt, die die Anforderungen der Meisterschaft erfüllen, wurde die Seesporthalle im brandenburgischen Großkoschen angemietet. Für den Verein ist es eine logistische Herausforderung, die nach intensiven Diskussionen gern angenommen wurde. "In Wiednitz gibt es viele Kunstradsportler, die auch sehr erfolgreich sind. Für sie ist es toll, auch mal in diesem Rahmen vor heimischem Publikum auftreten zu können", so Müller.

Die Veranstaltung beginnt um 10 Uhr. Auch die Ministerpräsidenten von Brandenburg und Sachsen, Dietmar Woidke und Stanislaw Tillich, haben sich angekündigt. Am Abend wird mit DJ "Dravo" bei der After-Show-Party weitergefeiert. Der Eintritt kostet für Erwachsene und Kinder ab 12 Jahren zwei Euro.

Zum Thema:
Die Ostdeutschen Meisterschaften im Kunst- und Einradfahren werden seit 1991 jährlich ausgetragen. Der Wettbewerb entstand nach der Wende durch den Anschluss des Deutschen Radverbandes der DDR an den Bund Deutscher Radfahrer. Da im übrigen Bundesgebiet bereits Regionalmeisterschaften ausgetragen wurden, entschlossen sich die "neuen" Bundesländer für eine Ostdeutsche Meisterschaft. Die Meisterschaft wird abwechselnd von den teilnehmenden Landesverbänden organisiert. Weitere Infos im Internet unter www.odm-rfv1900wiednitz.de.