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Eisbären holen einen Wandervogel

Charles Linglet hat in dieser Saison für drei Clubs gespielt.
Charles Linglet hat in dieser Saison für drei Clubs gespielt. FOTO: img1
Berlin. (dpa) Die Eisbären haben auf die aktuelle Verletztenmisere reagiert und Außenstürmer Charles Linglet verpflichtet. Der 34-jährige gebürtige Kanadier absolvierte am Dienstagvormittag seine erste Trainingseinheit mit den neuen Kollegen. Benedikt Paetzholdt

"Ich habe das Gefühl, dass ich hier gut rein passe", sagte er.

Linglet war schon für das DEL-Spiel am Abend gegen die Schwenninger Wild Wings eingeplant. Die Eisbären sind in dieser Saison bereits die dritte Station für Linglet. Nach 23 Spielen für Dinamo Minsk in der Kontinental Hockey League (KHL) hatte er sich für einen Wechsel nach Finnland entschieden. "Ich brauchte etwas Neues", sagte er, obwohl er in Minsk zum weißrussischen Nationalspieler wurde.

Bei Tappare Tampare kam er nicht wirklich gut zurecht und lief nur elf Mal auf. "Die Trainer und ich hatten unterschiedliche Vorstellungen." In Berlin will Linglet nun sein Glück finden, zunächst bis zum Ende der Saison. Der Neuzugang wird mit der Nummer 9 spielen.

Bis das Equipment vollständig ist, trägt er entweder die Nummer 53 oder 54. In welcher Reihe ihn Cheftrainer Uwe Krupp einsetzen wird, hängt von der Genesung angeschlagener Spieler ab. Obwohl die Eisbären primär auf der Suche nach einem Mittelstürmer waren, freut sich der Sportliche Leiter Stefan Ustorf über die Verstärkung: "Wir wollten den bestmöglichen Spieler verpflichten. Er hat viel Erfahrung und bringt Qualitäten mit, was das Scoring angeht."

In 277 KHL-Spielen brachte es Linglet auf 71 Tore und 117 Assists. Fünf Mal lief er für die Edmonton Oilers in der NHL auf. Angesichts der aktuellen Verletztenmisere mussten die Eisbären dringend handeln. "Das sah in Nürnberg fast schon amateurhaft aus", sagte Ustorf. Nach der Strafe gegen Kai Wissmann und dem vorzeitigen Spielende des angeschlagenen Micki DuPont fehlten zehn Stammkräfte. Selbst die Qualifikation für die Pre-Playoffs ist für Berlin als Tabellen-Zehnter noch längst keine Gewissheit.

Angeschlagen ist auch Torhüter Petri Vehanen. Der Finne klagt über eine Schleimbeutel- und Sehnenverletzung im Fuß und musste zuletzt pausieren.