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| 01:04 Uhr

Einvernehmliche Lösung soll schnell gefunden werden

Riesa/Cottbus.. Im Verwirrspiel um die Personalie von Energie-Manager Klaus Stabach hat sich am Rande des Hallenturniers in Riesa Energie Präsident Dieter Krein noch einmal geäußert. Wolfgang von der Burg

Demnach stehe er in permanentem Kontakt mit, wie er immer wieder betonte, „kompetenten Sponsoren“ , um einen gemeinsamen Konsens um die Personalie des FCE-Managers Klaus Stabach zu finden. „Ich bin extra nicht mit ins Trainingslager geflogen, weil ich in dieser Woche weitere wichtige Gespräche mit unseren Sponsoren führen will, um sowohl wegen Klaus Stabach als auch wegen des wirtschaftlichen Sanierungskonzeptes eine einvernehmliche Lösung zu finden.“
Als Beweis, dass es beispielsweise mit Sponsor Vattenfall nach wie vor gute Beziehungen gäbe, hielt er einen Brief aus der Vorstandsetage von Vattenfall hoch, ohne jedoch den Inhalt bekannt zu geben.
Verwaltungsratsmitglied Dieter Friese hatte noch am Freitagabend verkündet, dass nur frisches Geld fließen würde, wenn „Herr Stabach ab sofort keine Verantwortung mehr trägt.“
Krein betonte, dass er so einen verdienstvollen Mann, wie seinen Mitstreiter Klaus Stabach, der soviel Verdienste um den Verein und den Cottbuser Fußball habe, nicht einfach wegjagen würde, sondern es ginge ihm um einen würdigen Abgang.
Auch wies Krein Vorwürfe zurück, der FCE habe mit den Transfers von Thurk und Reghecampf die sportliche Zukunft des Vereins verkauft. „Es waren doch keine Verkäufe. Ein Michael Thurk ist doch nie richtig in Cottbus angekommen. Hinzu kamen seine Verletzungen und Sperren und die großen Zweifel, dass er in Cottbus zu zeitig unterschrieben hat. Soll der Trainer mit einem unzufriedenen Spieler planen, der weg will? Gekostet hat uns Thurk nichts, doch er hat uns jetzt etwas Geld in die Kasse gebracht.“ Was Reghecampf betrifft, stellte er die Situation so dar: „Er hatte ein lukratives Angebot aus Aachen. Wir haben versucht, ihn zu überreden, dass er bleibt. Doch er hat schließlich eine Ausstiegsklausel im Vertrag, die er nun genutzt hat. Die festgeschriebene Summe bekommen wir. Wir wollten uns hier auf keine arbeitsrechtlichen Auseinandersetzungen einlassen. Wir prozessieren heute noch um irgendwelche Nachzahlungen an Vilmos Sebök, der den Verein vor drei Jahren verließ.“
Krein gestand ein, dass die Profis seit Oktober tatsächlich nur 70 Prozent ihres vertraglich zugesicherten Gehalts erhielten, versprach aber, dass das in Kürze ausgeglichen wird: „Das wollen wir möglichst bis Ende Januar, aber bestimmt im Februar vom Tisch haben. Die Spieler wissen doch auch, dass sie an der finanziellen Situation des Vereins nicht ganz unschuldig sind.“
Die Reise von Manager Klaus Stabach in Trainingslager nach Dubai verteidigte Krein ebenfalls: „Einer aus dem Führungsgremium muss doch dort sein. Klaus Stabach kümmert sich um die operativen Aufgaben vor Ort.“
Was ihm Mut mache, seine 13-jährige ehrenamtliche Tätigkeit trotz „vieler Nackenschläge“ fortzuführen, sei die Art und Weise, wie sich der neue Trainer und die Mannschaft präsentieren: „Petrik Sander hat klare Vorstellungen, die er den Spielern vermitteln will und die Mannschaft hat doch schon am Freitag gegen Hertha BSC beim 3:1-Erfolg ein Signal gegeben, wie es funktionieren könnte, dass der FC Energie Cottbus am Ende der Saison den Klassenerhalt schafft.“