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| 02:39 Uhr

Eine Körpersprache namens Kalou

Salomon Kalou kehrte vom Afrika-Cup zurück nach Berlin.
Salomon Kalou kehrte vom Afrika-Cup zurück nach Berlin. FOTO: dpa
Berlin. Den Fehlstart ins Jahr 2017 will Hertha BSC am Sonntag in Freiburg korrigieren. Hoffnungsträger der Berliner ist Salomon Kalou. Der Stürmer-Routinier muss schnell umschalten, von der Enttäuschung mit der Elfenbeinküste auf Erfolg mit Hertha. Trainer Dardai sieht ihn dafür bereit. Jens Mende / dpa/noc

Seinen vielleicht letzten Auftritt für sein Heimatland Elfenbeinküste hatte sich Salomon Kalou ganz anders vorgestellt - jetzt aber soll es der Routinier für Hertha BSC richten. "Wir brauchen den sogenannten letzten Pass und die Torgefahr. Salomon kann beides bringen", erklärte Trainer Pal Dardai vor dem anstehenden Bundesligaspiel der Berliner (30 Punkte) beim SC Freiburg (23).

Manager Michael Preetz erwartet am Sonntag (15.30 Uhr) von seinem Team eine Steigerung gegenüber dem jüngsten 1:3 in Leverkusen vor allem in der Offensive. "Defensiv war das über weite Strecken okay. Wir müssen die eine oder andere Chance mehr kreieren und zum Torabschluss kommen", forderte der einstige Torjäger.

Routinier Kalou wird genau aus diesem Grund in die Startelf zurückkehren. Nach dem persönlich bitteren Ausscheiden beim Afrika-Cup mit Titelverteidiger Elfenbeinküste hat der 31 Jahre alte Stürmer am Freitag wieder komplett das Training seines Vereins mitbestritten. "Er zeigt Selbstbewusstsein, ist motiviert und fit", schilderte Dardai seine Eindrücke. "Für uns ist es gut, wenn er zurückkehrt", betonte der Ungar. Kalou hat in seinen bisher nur neun Ligaspielen der aktuellen Spielzeit schon fünfmal getroffen. "Er hat eine gute Körpersprache. Ich bin sehr zufrieden", betonte Dardai.

Kalou selbst hatte nach dem 0:1 gegen Marokko und dem damit verbundenen Vorrunden-Aus der Ivorer bei der Afrika-Meisterschaft für Verwirrung gesorgt. Einige Medien hatten Aussagen des Angreifers als Nationalmannschafts-Rücktritt interpretiert. "Uns hat er noch nichts gesagt", bemerkt Dardai. "Man kann niemals nie sagen", erklärte Kalou nun in Berlin: "Es war auf jeden Fall meine letzte Teilnahme am Afrika-Cup. Aber es ist zu früh, um zu entscheiden, ob ich wieder für die Elfenbeinküste spielen werde. Jetzt konzentriere ich mich nur auf Hertha BSC. Ich möchte etwas mit dem Verein erreichen."

Liga-Platz sechs ist das neue Ziel von Kalou. Damit wäre die Europacup-Qualifikation verbunden. In Freiburg erwartet Dardai ein schwieriges Spiel: "Es ist eine gute Mannschaft und ein guter Trainer." Ob in der Innenverteidigung neben Niklas Stark der US-Amerikaner John Anthony Brooks oder Sebastian Langkamp aufläuft, ließ Dardai noch offen: "Ich beobachte alle drei." Langkamp hatte nach überwundenen Muskelproblemen in Leverkusen auf der Bank gesessen. Mitchell Weiser fällt weiter mit Rückenproblemen aus.