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Dynamos neuer Trainer Neuhaus nach Sabbatjahr voller Tatendrang

Am 18. Juni übernimmt Uwe Neuhaus den Drittligisten Dynamo Dresden.
Am 18. Juni übernimmt Uwe Neuhaus den Drittligisten Dynamo Dresden. FOTO: dpa
Dresden. Fast auf den Tag genau ein Jahr lang hat sich Dynamo Dresdens neuer Cheftrainer Uwe Neuhaus erholt vom deutschen Fußballzirkus: Er war im Sabbatjahr. Nach zwölf Monaten, die er vor allem seiner Frau und seinen zwei Hunden gewidmet hatte, trat der langjährige Trainer des 1. dpa/jam

FC Union Berlin am Dienstag erstmals wieder auf die Fußballbühne. In Dresden stellte ihn sein neuer Arbeitgeber offiziell vor und erntete gleich Komplimente von Neuhaus: "Es war vielleicht nicht das beste Angebot finanzieller Art, aber das beste emotionaler Art", sagte der 55-Jährige.

Am 18. Juni übernimmt er offiziell die Mannschaft von Interimscoach Peter Németh. Sein brauner Teint und die entspannten Gesichtszüge verrieten schon, was Neuhaus dann verbal bestätigte: "Ich fühle mich wieder voller Tatendrang. In der Winterpause hat es angefangen zu kribbeln und dann hat Gott sei Dank Ralf Minge angerufen", erzählte der gebürtige Westfale vom Interesse des Dynamo-Sportdirektors. Und weiter: "Es gab nicht viele Vereine in der 3. Liga, die für mich interessant waren. Aber bei Dynamo hatte ich sofort ein positives Bauchgefühl."

Von 2007 bis 2014 stand er beim Zweitligisten Union Berlin an der Seitenlinie. Weil er seit Bekanntgabe seiner Verpflichtung in Dresden Mitte April "wie ein Geist über allem schwebte" und für Medienanfragen nicht greifbar war, hatte sich der Club kurzfristig zu einer Präsentation des neuen Cheftrainers entschieden.

Neuhaus weiß genau, wo er nach der verkorksten Saison beim Tabellenelften den Hebel ansetzen will. Die jungen Spieler hätten "wenig Erfahrung, wie man Druck standhält. Das war der entscheidende Punkt bei der Niederlagenserie", analysierte der neue Coach.