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| 02:39 Uhr

Dynamo lehnt Investor-Einstieg ab

SportchefRalf Minge
SportchefRalf Minge FOTO: dpa
Dresden. Dynamo Dresdens Sportgeschäftsführer Ralf Minge hält trotz des knappen Etats nichts von einem Einstieg eines Großinvestors beim Fußball-Zweitligisten. "Wir tun gut daran, keine Abhängigkeiten einzugehen. dpa/noc

Und man weiß nie, welcher Flurschaden dann eventuell hinterlassen wird", sagte Minge dem "Kicker" (Montag).

Für den 56-Jährigen sind Traditionsclubs wie der Hamburger SV mit Klaus-Michael Kühne oder 1860 München mit Hasan Ismaik eher mahnende Beispiele. "Ein Ismaik oder Kühne ist ja auch keine Garantie für Erfolg", sagte der frühere DDR-Nationalspieler.

Minge ist seit Februar 2014 Sportchef bei Dynamo und führte den zwischenzeitlich von der Insolvenz bedrohten Verein zurück zu soliden Finanzen. Aber mit einem Etat von 7,5 Millionen Euro stehen die Sachsen laut Minge im "letzten Tabellendrittel, daran wird sich auch in der nächsten Saison nichts ändern". Die Schere werde mit der Erhöhung der TV-Gelder weiter aus einandergehen. Der Aufsteiger liegt als Tabellen-Fünfter nur sechs Punkte hinter Relegationsplatz drei. Für Minge ist die Entwicklung von Union Berlin ein erstrebenswerter Weg: "Sie haben die Phase des Etablierens und Stabilisierens genutzt, um kleine Schritte zu gehen und sich nicht selbst zu überholen."