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Dynamo kehrt mit kontrollierter Offensive zurück zu alter Stärke

Die Dresdner Stefan Kutschke (l.) und Andreas Lambertz rangeln vergeblich mit Heidenheims Torwart Kevin Müller um den Ball.
Die Dresdner Stefan Kutschke (l.) und Andreas Lambertz rangeln vergeblich mit Heidenheims Torwart Kevin Müller um den Ball. FOTO: dpa
Dresden. Das Selbstvertrauen ist bei Dynamo Dresden zurück. Nach dem furiosen Heimerfolg gegen Stuttgart dominierte der Aufsteiger auch in Heidenheim das Spiel. Grund dafür ist eine taktische Umstellung des Trainers. Einzig die Torausbeute sorgte für Unzufriedenheit. dpa/jam

Die Enttäuschung nach dem torlosen Remis beim FC Heidenheim konnten Trainer und Spieler von Dynamo Dresden nicht verbergen. Zu dominant hatten sich die Sachsen beim zwischenzeitlichen Tabellenzweiten der 2. Bundesliga präsentiert. Es zeigte sich, dass der furiose Heimerfolg gegen den VfB Stuttgart das zuvor verloren gegangene Selbstvertrauen wieder zurückgebracht hat. Einzig die mangelhafte Chancenverwertung trübte die Stimmung am erfolgreichen Samstagnachmittag.

"Wir hatten es selbst in der Hand, hatten genügend klare Chancen, nur haben wir die nicht verwertet. So geht das Spiel am Ende 0:0 aus, was schon ärgerlich ist", erklärte Uwe Neuhaus nach dem Abpfiff. Dennoch kann Dynamos Trainer mit der Art und Weise, wie sich seine Mannschaft gegen die favorisierten Schwaben präsentierte, äußerst zufrieden sein. Wieder einmal zeigte Dynamo als vermeintlicher Underdog, was es zu leisten im Stande ist.

Neuhaus hat in Folge der Negativserie von vier sieglosen Spielen in Serie reagiert, hat seiner Mannschaft etwas mehr Ruhe verordnet. Nicht jeder Angriffszug wird mehr schnell und risikobehaftet nach vorn getragen. Auch die Viererkette steht nicht mehr so hoch, wodurch sie nicht mehr mit einen Pass in die Tiefe ausgehebelt werden kann. Innenverteidiger Florian Ballas sieht darin einen Schlüssel zum Erfolg: "Das ist der Fußball, den der Trainer und den wir spielen wollen. Das macht uns stark, darauf kann man aufbauen."

Doch sein Trainer weiß, dass die gezeigten Leistungen keine Garantie für die kommende englische Woche sind. "Das Spiel war intensiv und kräfteraubend. Bereits am Dienstag spielen wir wieder gegen Bielefeld, das wird nicht einfacher", sagte Neuhaus mit Blick auf zweite Runde im DFB-Pokal. Dann reist Zweitliga-Konkurrent Arminia Bielefeld an die Elbe. Die Ostwestfalen rangieren mit fünf Punkten auf Platz 17 der Tabelle, konnten noch keinen Sieg in dieser Saison einfahren. Nach der 0:4-Pleite gegen Düsseldorf am Freitag musste sogar Trainer Rüdiger Rehm seinen Hut nehmen.

Dynamo-Stürmer Stefan Kutschke freut sich auf die kommende Partie unter Flutlicht. "Das wird ein Highlight, da weiß man, was zu Hause los ist. Wir wissen, was wir bewegen können. Unser Ziel ist es, eine Runde weiter zu kommen."