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Dynamo-Coach Neuhaus erwartet eine "harte Nuss"

Dresden-Coach Uwe Neuhaus
Dresden-Coach Uwe Neuhaus FOTO: dpa
Dresden. Dynamo Dresdens Cheftrainer Uwe Neuhaus schwang sich vor dem Saisonstart gegen Aufsteiger MSV Duisburg zum Mahner auf. "Ähnlich wie wir im letzten Jahr kommen sie mit viel Selbstvertrauen. dpa/jam

Da stimmen die Abläufe und wir werden sicherlich eine Menge Geduld aufbringen müssen. Das wird eine harte Nuss", sagte Neuhaus am Freitag. Nach einer durchwachsenen Vorbereitung hofft Dresden an diesem Sonntag zu Hause gegen den Drittliga-Meister (15.30 Uhr/Sky) auf einen erfolgreichen Saisonstart - analog zur teilweise überragenden Vorsaison, in der mit Platz fünf viele Erwartungen übertroffen wurden.

Neuhaus erwartet einen kompakten Gegner, gegen den es wenig Fehler zu fabrizieren gelte. Bis auf Niklas Hauptmann kann er auf seinen kompletten Kader zurückgreifen. "Ich denke, ich habe eine gute Mischung im Kopf", sagte der 57-Jährige.

Wie die aussehen wird, wollte er wie immer noch nicht verraten. Auch wer und wie viele der sechs Neuzugänge am Sonntag auflaufen werden, ist noch offen. Ungewöhnlich offen gab Neuhaus aber zu, dass den Sachsen noch zwei Neuzugänge gut zu Gesicht stehen würden. Doch die Suche nach genau diesen gestalte sich derzeit als schwierig.

Dafür sei die "menschliche" Integration der Neuen, die schon da sind, schnell abgeschlossen worden. Nur spielerisch sieht der Coach noch Verbesserungsbedarf. So ist es auch wahrscheinlich, dass der achtmalige DDR-Meister am Sonntag wieder im bewährten 4-3-3-System agieren wird. Während der Vorbereitung hatte Neuhaus immer wieder ein 3-5-2 ausprobiert - mit mäßigem Erfolg. "Im Laufe der Saison werden Spiele kommen, in der dieses System wichtig wird", sagte er.

Wichtig werden auch wieder Dynamos Anhänger werden, die Dresdens Kapitän Marco Hartmann am Freitag noch einmal in die Pflicht nahm: "Ich erwarte von den Leuten, die ins Stadion kommen, dass sie wie wir alles raushauen werden und die Mannschaft bedingungslos unterstützen." Der 29-Jährige betonte: "Schön, dass es wieder losgeht. Das Kribbeln ist da."

Auch der FC Erzgebirge Aue fiebert seinem ersten Spiel mit dem neuen Trainer Thomas Letsch entgegen. "Wir sind alle froh, dass wir um Punkte kämpfen dürfen", sagte Kapitän Martin Männel vor dem Auswärtsspiel am Sonntag beim 1. FC Heidenheim. Und Letsch ergänzte mit Blick auf seine Premiere: "Keiner hat mehr Lust auf irgendwelche Testspiele." Die Mission lautet Klassenverbleib. Der Ex-Cottbuser Männel betonte: "Mir wäre nur lieb, wenn wir es nicht wieder bis zum letzten Spieltag hinauszögern und relativ früh für klare Verhältnisse sorgen würden."