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| 02:47 Uhr

DTM will Krach beenden: Zusatzgewichte sollen weg

DTM-Chef Gerhard Berger
DTM-Chef Gerhard Berger FOTO: dpa
Moskau. Nach einem Machtkampf zwischen den Herstellern und dem Deutschen Motor Sport Bund soll im Deutschen Tourenwagen Masters (DTM) wieder der Sport im Vordergrund stehen. Den Zankapfel Zusatzgewichte in den Rennautos, der seit Wochen für Ärger und Unruhe in der DTM-Szene sorgt, wollen daher fast alle Beteiligten abschaffen – möglicherweise noch während der laufenden Saison. dpa/swr

"So wie es jetzt ist, darf es nicht weitergehen", sagte der Mercedes-Teamchef Ulrich Fritz vor dem zehnten Lauf am Sonntag.

Auch DTM-Chef Gerhard Berger hatte sich bereits mehrfach für eine Abschaffung der Gewichte, die für mehr Ausgeglichenheit unter den drei Herstellern Audi, BMW und Mercedes sorgen sollen, ausgesprochen. Nun legte er in Russland nach. "Wir müssen rasch dafür sorgen, dass der tolle Rennsport, den die DTM bietet, wieder in den Fokus rückt." An den Tagen davor hatte die schlechte Stimmung in der DTM ihren Tiefpunkt erreicht, als der DMSB im Alleingang die dritte Regeländerung zu den Performance-Gewichten in diesem Jahr bekanntgegeben hatte. Danach sollte ein Zufallsgenerator darüber entscheiden, welche Runden eines Laufs für die Berechnung der Gewichte in den Autos im kommenden Qualifying und im kommenden Rennen herangezogen würden. Nachdem die Hersteller den Vorgang scharf kritisiert hatten, setzte der DMSB die Regeländerung wieder aus.

Das Sonntagsrennen gewann zwar der Mercedes-Pilot Maro Engel, der damit seinen ersten DTM-Sieg feierte. Die Gesamtwertung wird zur Saison-Halbzeit aber weiterhin von Audi dominiert. Mit seinem zweiten Platz in dem turbulenten Rennen mit vielen Überholmanövern schob sich der zweifache DTM-Champion Mattias Ekström aus Schweden mit 113 Punkten auf Rang eins vor. Nur einen Zähler hinter ihm liegt sein Markenkollege René Rast.