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| 11:38 Uhr

Motorsport
DTM: Rast geht es gut – aber starten darf er nicht

FOTO: LR / Jan Lehmann
Klettwitz. Nach dem Horror-Crash vom Samstag konnte DTM-Pilot René Rast am Sonntag schon wieder strahlen. Ihm geht es gut – trotzdem hat er nun Startverbot auf dem Lausitzring. Von Jan Lehmann

Vor den drei großen DTM-Buchstaben im Fahrerlager ließ sich René Rast am Sonntag geduldig mit den Fans fotografieren. Immer wieder gab es Schulterklopfer, die wichtigste Frage war: „Wie geht es dir?“ Der 31-Jährige hatte sich am Samstag mit seinem Audi spektakulär überschlagen und war wie durch ein Wunder und vor allem dank der hohen Sicherheitsstandards der Rennserie nahezu unversehrt aus der übrig gebliebenen Schrotthaufen seines Autos geklettert. Das ganze Dach und die Frontscheibe waren zerstört. Es war nicht der einzige zerstörte Audi an diesem Nachmittag. Nach einem Auffahrunfall von Jamie Green und dessen Markenkollegen Nico Müller waren insgesamt drei Audis Schrott. Bis nachts um fünf Uhr wurde bei dem Hersteller deshalb geschraubt, um die Autos wieder auf Vordermann zu bekommen.

FOTO: unbekannt / Peter Aswendt

René Rast hingegen musste sich erholen. Die Nacht verbrachte der Vorjahressieger im Klinikum Niederlausitz in Senftenberg. Er war geröntgt worden, die Ärzte konnten keine Knochenbrüche feststellen. Zur Überwachung behielten sie ihn aber in der Klinik. Rast berichtete am Sonntag gegenüber „Motorsport total“: „Die Ärzte haben sich gefreut, dass es mir heute Morgen so gut geht", berichtet er. "Die Blutwerte waren so gut, wie sie sie noch nie gesehen haben, meinten sie. Ich merke auch nichts, ich habe keine Schmerzen, nur ein bisschen am Ellbogen. Aber ansonsten hatte ich nie Kopfschmerzen, nie irgendwelche Probleme im Nacken- oder Halswirbelbereich. Eigentlich fühle ich mich, als wenn ich gerade frisch geboren wäre.“

Frisch geboren – aber doch kein Siegeskandidat für den Sonntag. Die Ärzte sprachen ein vorsorgliches Startverbot für das Rennen aus. Rast hatte also genügend Zeit für Fotos mit den Fans.

FOTO: Tim Upietz, Gruppe C / Hoch Zwei / Gruppe C / Hoch Zwei