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| 17:43 Uhr

Motorsport
DTM: Ohne Abkürzung wird der Lausitzring schneller

Mercedes-Pilot Pascal Wehrlein am beim freien Training am Freitag der Schnellste.
Mercedes-Pilot Pascal Wehrlein am beim freien Training am Freitag der Schnellste. FOTO: Hoch Zwei / Juergen Tap / Juergen Tap
Klettwitz . Die DTM fährt in diesem Jahr auf dem Lausitzring den längeren Grand-Prix-Kurs. Die Fahrer frohlocken: Dadurch wird das Rennen noch schneller. Am Freitag war Mercedes-Rückkehrer Pascal Wehrlein der Beste im Training. Von Jan Lehmann

Audi-Pilot Jamie Green ist ein echter Lausitzring-Experte. Schon dreimal hat der Brite ein DTM-Rennen in Klettwitz gewonnen, nur der legendäre Bernd Schneider und Gary Paffett haben das genauso oft geschafft. Und trotzdem ist auch für Jamie Green vor dem Lausitzring-Wochenende irgendwie alles neu. In diesem Jahr findet das Rennen auf der 4,570 Kilometer langen Grand-Prix-Strecke statt. In der Vergangenheit hatte die DTM eine Abkürzung genommen und war pro Runde nur 3,478 Kilometer gefahren. Der Vorteil: Die Autos kamen öfter an der Haupttribüne vorbei, die Fans konnten also ihr Lieblinge ständig vorbeirasen sehen. Der Nachteil: Es gab weniger Überholmöglichkeiten. Meistens war die Kurve 1 direkt am Ende der Haupttribüne das entscheidende Nadelöhr, in dem sich der Ausgang des Rennens entschied.

Deswegen erklärte Jamie Green am Freitag auch: „Der Wechsel auf diesen Kurs ist gut. Wir haben schließlich richtige Rennautos, da brauchen wir auch richtige Rennstrecken.“ Auch die Kollegen freuen sich auf den neuen Kurs. Mercedes-Pilot Bruno Spengler, 2010 und 2012 ebenfalls schon zweimal Sieger in Klettwitz, frohlockte: „Mit den langen Geraden werden wir mehr Möglichkeiten zum Überholen haben.“ Und so paradox es klingen mag: Dank der längeren Strecke wird das Rennen schneller. Audi-Fahrer Mike Rockenfeller, erklärte: „Wir kommen mit viel mehr Geschwindigkeit bei der großen Kurve in der Mitte an. Das wird sehr viel Spaß machen.“

Doch vor dem Spaß steht die Arbeit. Pascal Wehrlein, der nach zwei semi-erfolgreichen Jahren in der Formel 1 nun wieder zurück in der DTM ist, erklärte: „Das Rennen bekommt dadurch eine andere Charakteristik. Wir haben zweimal 30 Minuten freies Training. Da muss einfach der Fahrer seinen Job machen, um so schnell wie möglich die neue Streckenvariante kennenzulernen und dann mit dem Team das beste Setup herauszufinden.“

Das gelang Wehrlein am Freitag offenbar am besten. Der 23-Jährige, der 2015 als jüngster Gesamtsieger der DTM gefeiert wurde, war der Trainingsschnellste. Jamie Green kam nach einem völlig verkorksten Hockenheim-Wochenende zumindest auf Rang fünf an.

Am Samstag wird um 9.15 Uhr das nächste freie Training gestartet. Das Rennen beginnt 13 Uhr, Sat.1 überträgt live aus Klettwitz.