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| 02:44 Uhr

DTM: Audi wirft Mercedes Wortbruch vor

Nürburg. Acht Wochen nach dem Funkskandal von Spielberg mit der folgenden Rekordstrafe für Audi hat das Deutsche Tourenwagen Masters (DTM) das nächste Aufregerthema. Für die ohnehin unklare Zukunft der Serie ist die verbale Attacke von Audis DTM-Chef Dieter Gass auf sein Gegenüber bei Mercedes kein gutes Signal. dpa/noc

Die Enttäuschung über den fast sicheren Titel für Mercedes-Fahrer Pascal Wehrlein dürfte bei Gass' Angriff eine große Rolle gespielt haben. Dass Wehrlein seinen fünften Platz am Sonntag auf dem Nürburgring nicht nur mit herausragenden Manövern, sondern auch mit der - laut Reglement nicht verbotenen - Schützenhilfe anderer Mercedes-Fahrer holte, war für Gass ein klarer Wortbruch. Laut Gass hatten sich er, Mercedes-DTM-Chef Ulrich Fritz und BMW-Motorsportchef Jens Marquardt mündlich darauf geeinigt, "dass wir keinen verlangsamen, um einem Meisterschaftskandidaten Überholmöglichkeiten zu bieten", denn: "Ich glaube, die DTM steht in der Kritik, weil wir keine gute Show bieten. Weil wir Hersteller-Spielchen spielen, weil wir Strategie-Spielchen spielen. Das wollten wir abstellen." Fritz verstand den Angriff nicht. "Ja, wir haben uns auf schönen Motorsport geeinigt. Die Frage ist, wo da die Grenze ist am Schluss. Ich denke, dass wir heute nicht unfair agiert haben", sagte er.