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| 02:40 Uhr

Dritter EM-Titel für Kienle: "Es war der geilste"

Triathlet Sebastian Kienle beim abschließenden Marathonlauf entlang des Mains.
Triathlet Sebastian Kienle beim abschließenden Marathonlauf entlang des Mains. FOTO: dpa
Frankfurt/Main. Die letzten Meter ging er, im Ziel legte er sich auf den Rücken und schlug die Hände kurz vors Gesicht. Sebastian Kienle hat drei Tage nach seinem 33. dpa/jam

Geburtstag als erster Triathlet zum dritten Mal nach 2014 und 2016 die Ironman-EM in Frankfurt/Main gewonnen. "Es war der geilste", sagte Kienle über den am Sonntag gewonnenen EM-Titel.

Mit einer beeindruckenden Leistung und einer der schnellsten Zeiten von 7:41:42 Stunden für die Langdistanz von 3,8 Kilometern Schwimmen, 180 Kilometern Radfahren - wegen Baustellen war die Strecke offiziell allerdings nur 177 Kilometer lang - und 42,195 Kilometer Laufen schickte der Vizeweltmeister auch eine sportliche Kampfansage an Kumpel und Weltmeister Jan Frodeno. Der 35-Jährige hatte eine Woche vorher in Klagenfurt sein WM-Ticket mit einem Sieg beim Ironman Austria gelöst.

Auf den zweitplatzierten Landsmann Andreas Böcherer rannte Kienle einen Vorsprung von 4:25 Minuten raus. Nach dem Radfahren hatte der Weltmeister von 2014 noch knapp hinter dem WM-Fünften des vergangenen Jahres gelegen. Die beiden Top-Favoriten, die den gleichen Trainer haben, lieferten sich auf der Radstrecke ein packendes Duell, ehe Kienle beim Laufen davonzog. "Es war vor allem die Angst vorm Andi, die mich angetrieben hat", meinte Kienle.

Beim zeitgleich ausgetragenen Langdistanz-Triathlon in Roth gewann der Belgier Bart Aernouts in 7:59:07 Stunden. Topfavorit Nils Frommhold musste das Rennen nach einem Sturz auf der Radstrecke vorzeitig beenden. Der 41-jährige Timo Bracht wurde Vierter.