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| 02:42 Uhr

Dresden verliert beim Schlusslicht

Dynamo-Coach Uwe Neuhaus sieht Grenzen für sein Team.
Dynamo-Coach Uwe Neuhaus sieht Grenzen für sein Team. FOTO: dpa
Hamburg. Mit der ersten Niederlage in diesem Jahr hat Dynamo Dresden am Sonntag den Kontakt zu den Aufstiegsplätzen leichtfertig verschenkt. Die Sachsen mussten sich vor 29 546 Zuschauern im Hamburger Millerntor-Stadion dem Zweitliga-Schlusslicht FC St. Jens Maßlich

Pauli mit 0:2 (0:1) geschlagen geben. Kyoung-Rok Choi (28.) und Cenk Sahin (59.) trafen.

"Das ärgert uns schon sehr, weil wir oben dranbleiben wollten. Aber St. Pauli ist nicht das, wo sie derzeit noch stehen. Das wird man auch in der Rückrunde noch weiter sehen", sagte Kapitän Marco Hartmann. "Wir sind gut ins Spiel gekommen, nach 15 Minuten haben sich aber zu viele Fehler eingeschlichen. Die wollten wir vermeiden, weil wir wissen, dass St. Pauli schnelle Konter fahren kann", meinte Uwe Neuhaus und betonte: "Wir haben den entscheidenen Fehler zum 1:0 gemacht. Ich denke aber, dass dem ein klares Foul vorausging von Bouhaddouz, der Giuliano Modica klar am Trikot gezogen hat."

Er meinte zudem, dass sein Team an Grenzen stoße, wenn es "gegen robuste Gegner" geht. Neuhaus ließ sein Team im Vergleich zur Vorwoche unverändert. Zuvor hatte der Trainer aufgrund der Platzverhältnisse spekuliert, mit zwei Stürmern zu starten, entschied sich aber doch für das übliche 4-3-3-System.

Dynamo übernahm schnell die Kontrolle über das Spiel, ohne jedoch die große Torgefahr erzeugen zu können. St. Pauli versuchte immer wieder Nadelstiche zu setzen und hatte die ersten beiden Gelegenheiten des Spiels. Doch weder Aziz Bouhaddouz (20.) noch Bernd Nehrig (27.) konnten den Ball aus aussichtsreicher Position im Gehäuse der Sachsen unterbringen.

Besser machte es Choi, der einen Dresdner Fehler im Aufbauspiel eiskalt zu nutzen wusste. Der Südkoreaner fing einen Katastrophen-Pass von Niklas Hauptmann in Richtung Keeper Marvin Schwäbe ab und vollendete aus 16 Metern zur Führung.

Auch nach der Pause wirkten die Gastgeber wacher, agierten mit viel Leidenschaft und Einsatz in den Zweikämpfen. Neuhaus reagierte und brachte nach 52 Minuten mit Pascal Testroet einen zweiten Stürmer. Doch am Spielverlauf änderte das zunächst nur wenig.

St. Pauli presste früh gegen das Dresdner Aufbauspiel und profierte vom zweiten Geschenk der Gäste. Giuliano Modica konnte den Ball an der eigenen Eckfahne nicht klären, Bouhaddouz nahm das Spielgerät auf und bediente den völlig alleinstehenden Sahin.